Bild des Tages: Der Mond errötet

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Der Mond errötet

Manchmal hat frühes Aufstehen so seinen Reiz. An diesem Montag konnten sich Menschen, die schon vor sechs Uhr auf den Beinen sein mussten, mit dem Blick in den Himmel trösten: Der "Blutmond" war in weiten Teilen Deutschlands gut zu sehen. Der Vollmond schimmerte während einer totalen Mondfinsternis rötlich. Das passiert, wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie liegen. Demnächst wieder 2028.

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Gespiegelter Wandel

"L'Ombrière" heißt das 1080 Quadratmeter große Spiegeldach des britischen Architekten Sir Norman Foster in Marseille. An diesem Wochenende schlängelten sich zum zehnten Mal die Gelbwesten durch die Gassen der Mittelmeer-Metropole. Dass die Wut der Franzosen so schnell verfliegt wie eine Seifenblasen, ist eine Hoffnung des Präsidenten, die bislang nicht in Erfüllung gegangen ist.

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Eisiger Glaube

Was tut man nicht alles für seine Religion. Dieser Mann aus Russland erinnert durch das Bad im eiskalten Wasser an die Taufe Jesu im Jordan-Fluss. Während orthodoxe Christen in anderen Teilen der Welt das Ritual schon am 6. Januar hinter sich bringen konnten, musste dieser Gläubige noch bis zum 19. Januar warten. Denn er richtet sich nach dem julianischen Kalender.

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Möwendreck nach Mitternacht

Es war der späteste Beginn eines Grand-Slam-Matches in der Tennisgeschichte. Einer der Gründe: Möwendreck. Erst um 00.30 konnten Garbiñe Muguruza und Johanna Konta ihr Duell bei den Australian Open starten. Als klar wurde, dass die zwei vorausgehenden Duelle sich lange hinzogen, sollten die beiden Damen eigentlich auf ein anderes Spielfeld. Doch die Möwenkot-Reinigung hätte zu lange gedauert.

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Feuer-Pferd

Nichts für schwache Nerven - weder auf noch unter dem Sattel: Beim "Luminarias-Festival" im spanischen San Bartolome de Pinares reiten Wagemutige mit ihren Pferden am Vorabend des 17. Januars durch kleine Feuer auf den Kopfsteinpflastergassen der Stadt. Die Tradition ehrt Antonius den Großen, christlicher Mönch und Schutzpatron der Haustiere, dessen Namenstag am 17. Januar begangen wird.

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Vom Meer freigegeben

Immer wieder kentern Schiffe im Sturm, Besatzung und Ladung gehen über Bord, tauchen oftmals nie wieder auf. In Glowe auf der deutschen Insel Rügen hat der Sturm der vergangenen Tage den Strand um bis zu einen Meter abgetragen - und das Wrack eines Handelsschiffes aus dem 18. Jahrhundert freigegeben. Touristen pilgern zum Fundort - einen Schatz finden sie aber nicht mehr, nur historisches Holz.

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Nicht nur der Clown ist hier nett anzuschauen

Willkommen in Santiago, Chile: Hier auf dem "Santiago a Mil International Theatre Festival" kommen lustige, spektakuläre oder einfach nur schöne Performance-Künstler einmal im Jahr zusammen. Diese spanische Gruppe zieht mit der überdimensionalen Puppe "The dancer" durch die Straßen, und der Clown gibt einen mimischen Kommentar, vielleicht zum Outfit der Tänzerin. Doch bei Clowns weiß man ja nie.

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Pilgerfest: Erst einmal eine Runde rauchen

Sie wollen sich von ihren Sünden reinwaschen und damit ihre Seelen befreien: Die Hindus, die sich zu einem der weltweit großen Pilgerfeste treffen, dem Ritual Kumbh Mela im nordindischen Allahabad. Er hier gönnt sich zunächst einmal ein Pfeifchen, bevor es dann später zum rituellen Bad in die heiligen Gewässer des Ganges geht. Als wollte er sagen: Immer mit der Ruhe, Mann.

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Abkühlung dringend nötig

Während das seit Tagen andauernde Schneechaos in den bayrischen Alpen noch lange nicht vorbei ist, können die Brasilianer in Sao Paulo tolles Wetter genießen. Bis zu 30 Grad werden es am Tag - kein Wunder, dass diese Kinder sich in einem Brunnen abkühlen wollen.

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30.000 Tattoos in 3 Tagen

Nein, das ist nicht der Plan der beiden Frauen im Bild. So viele Tattoos und Piercings sollen bei der nach eigenen Angaben weltweit größten Tattoo Convention in Rio de Janeiro, Brasilien, gestochen werden. Vielen Menschen geht es beim Stechen lassen auch um den Prozess, den Schmerz. Ob diese Frau den wohl gerade genauso genießt wie ihren Snack?

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Kommt ein Kamel zum Friseur

Die japanische Haarschneide-Künstlerin Megumi Takeichi ist bekannt für die filigranen Frisuren, die sie Kamelen verpasst. Hier bearbeitet sie ein Tier im Vorfeld des "Bikaner Camel Festival" in dem nordindischen Bundesstaat Rajasthan. Mit der zweitätigen Veranstaltung an diesem Wochenende will die Regionalregierung zeigen, wie bunt und lebendig die dünn besiedelte Wüstenregion ist.

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Die alten Steine rollen wieder

Die 143 Jahre alte Adas Israel Synagoge in Washington zieht um - zum dritten Mal in ihrer "bewegten" Geschichte. Die 273 Tonnen Ziegelsteine wichen bereits 1969 einem Bauvorhaben. Ein Museum wurde eingerichtet, das 2016 noch einmal versetzt wurde und nun erneut umziehen muss. Die Gemeinde geht davon aus, dass dies zum letzten Mal geschieht. Andernfalls sollte man die Räder auch besser dran lassen.

Gesellschaft

Kunst der Straße für die Politik der Straße

Witzige Analogie und politisches Statement: Das Pariser Wandbild des Straßenkünstlers PBOY, das ein Passant hier ablichtet, setzt die "Gelbwesten"-Protestler mit den freiheitlichen Barrikadenkämpfern der Julirevolution von 1830 gleich. Es zitiert das berühmte Delacroix-Gemälde "Die Freiheit führt das Volk". Doch warum ist - anders als im Original - die Hauptfigur hier nicht barbusig?

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Kambodscha feiert "zweiten Geburtstag"

Traditionelle Tänze waren einer der Höhepunkte: Mit großem Pomp feierte Kambodscha den 40. Jahrestag der Befreiung von den Roten Khmer. Am 7. Januar 1979 beendeten vietnamesische Truppen deren Terrorregime, unter dem 1,7 Millionen Kambodschaner starben. Der Tag sei der "zweite Geburtstag" des Landes, sagte Regierungschef Hun Sen bei der Zeremonie im Olympiastadion der Hauptstadt Phnom Penh.

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Für ein Jahr Gesundheit

Es geht um mehr als ein Bad im eisigen Wasser: Ziel dieser Männer, die sich am Heilige-Drei-Königs-Tag in einen See in der bulgarischen Hauptstadt Sofia werfen, ist ein hölzernes Kreuz. Derjenige, der es herausholt, wird das gesamte Jahr gesund bleiben - so verheißt es der Glaube der bulgarisch-orthodoxen Christen.

Absonderliches oder Alltägliches, Schönes oder Schreckliches - und immer wieder auch Menschen und Tiere: Wir werfen täglich einen anderen Blick auf unsere Welt.