Brinkhaus fordert mehr Transparenz bei Social Bots

Der Unions-Fraktionsvorsitzende ist besorgt über den Einfluss von Social Bots. Die Meinungsroboter verbreiteten Unwahrheiten und Diffamierungen, so Brinkhaus. Jetzt sollen Twitter und Co. in die Pflicht genommen werden.

Auch in der Union wächst die Sorge vor einer zunehmenden Manipulation und Verzerrung politischer Debatten über soziale Netzwerke. Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Ralph Brinkhaus (CDU) plädiert deshalb dafür, die Einflussnahme von sogenannten Social Bots deutlicher zu machen.

Social Bots hätten in der Debatte über den UN-Migrationspakt "eine Welle von Unwahrheiten und Diffamierungen ausgelöst", so Brinkhaus. Diese Entwicklung mache ihm "große Sorgen", weil sie "den Kern der Demokratie" angreife. "Es ist allerhöchste Zeit, hier aufzuwachen!"

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Shift | 16.04.2018

Vorprogrammiert: Social Bots

Social Bots sind computergesteuerte Accounts, die sich als reale Menschen ausgeben und in hoher Frequenz programmierte Botschaften in sozialen Netzwerken streuen. So sollen laut der Firma botswatch mehr als ein Viertel aller Twitter-Nachrichten zum Migrationspakt (28 Prozent) auf Social Bots zurückzuführen sein.

Brinkhaus fordert aus diesem Grund mehr Transparenz: Denkbar sei, die Plattformbetreiber zu verpflichten, das Aufkommen an Nachrichten transparent zu machen, die von Social Bots stammen. Möglich sei ferner eine Pflicht zur Kennzeichnung einzelner Nachrichten, die von computergesteuerten Accounts stammen.

jv/ml (dpa, afp)

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