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Chinas Exporte überraschend gesunken

8. September 2019

Damit hatten Analysten nicht gerechnet: Statt eines Aufschwungs schrumpften Chinas Ausfuhren im vergangenen Monat um einen Prozentpunkt. Besonders der Export in die USA brach ein.

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China, Hongkong: Containerhafen
Bild: Getty Images/AFP/I. Lawrence

Der eskalierende Handelsstreit mit den USA hat zu einem Rückgang der chinesischen Exporte geführt. Analysten hatten für den August ein Exportplus von zwei Prozent vorausgesagt. Doch stattdessen sanken Chinas Ausfuhren um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigen Daten der Zollbehörde. Besonders groß fiel das Minus bei Ausfuhren in die USA aus, die um 16 Prozent auf noch 37,3 Milliarden Dollar sanken.

Seit vergangenem Jahr haben sich die beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte gegenseitig mit immer höheren Zöllen überzogen. Auslöser des Handelskonflikts war die Verärgerung von US-Präsident Donald Trump darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen. 

Neue Verhandlungen für Anfang Oktober angesetzt

Japan Osaka | G20 Gipfel | Donald Trump und Xi Jinping
US-Präsident Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping beim G-20-Gipfel im Juni in OsakaBild: Reuters/K. Lamarque

Später forderte der US-Präsident auch strukturelle Veränderungen in China und Mechanismen, um die Einhaltung eines Abkommens zu garantieren. Der Führung in Peking geht das aber zu weit. Auch Trumps Unberechenbarkeit verärgert die chinesische Führung.

Der Handelskrieg führt in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bremst auch die Weltkonjunktur. Die Aktienmärkte sind beunruhigt. Viele Analysten warnen, der Konflikt könnte die US-Wirtschaft in eine Rezession schlittern lassen. Für Anfang Oktober haben beide Staaten neue Verhandlungen vereinbart. 

mir/se (dpa, rtr)