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Darwins Frösche

Harald Franzen22. März 2016

Charles Darwins Nasenfrösche, benannt nach ihrer ungewöhnlichen Kopfform, sind vom Aussterben bedroht. Naturschützer in Chile und Europa suchen nach Wegen, das Überleben der winzigen Tiere zu schützen.

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Chile: Rettung für den Nasenfrosch

Projektziel: Die seltenen und kaum daumennagelgroßen Nasenfrösche (Rhinoderma darwinii und Rhinoderma rufum) in Patagonien retten
Projektumsetzung: Die Frösche werden in optimalen Lebensbedingungen an der Universität in Concepción (Chile) gezüchtet. Einige Dutzend der Tiere werden an Zoos in Europa geschickt, um das Überleben der Spezies zu sichern. Das Projekt läuft seit 2009.
Artenvielfalt: Nasenfrösche leben in den Wäldern Chiles und Argentiniens. Die Region ist allgemein sehr artenreich, hier leben auch die Patagonische Kröte und Chinchillas.

Nasenfrösche, so benannt aufgrund ihrer ungewöhnlichen Kopfform, wurden 1840 von Charles Darwin während seiner Reise in Chile entdeckt. Heute müssen Natürschützer für das Überleben der nur wenige Zentimeter großen Frösche sorgen. Sie zeichnen sich durch ein ungewöhnliches Brutpflegeverhalten aus. Die Männchen sammeln die Eier mit ihrem Maul auf und tragen sie in ihrem Kehlsack, bis die Kaulquappen schlüpfen. Dann "husten" sie sie heraus.
Die Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht diese ungewöhnlichen Tiere. Die Bedrohung wird noch durch eine Hautpilzart verschärft, die für die Tiere tödlich ist.
Der Tiermediziner Carlos Barrientos Donoso kämpft für die kleinen Tiere. In einer Zuchstation in Concepción in Chile züchtet er die Frösche unter optimalen Bedingungen. Die Frösche werden zum Teil in Tierparks nach Europa geschickt, unter anderem in den Leipziger Zoo.

Ein Film von Katja Döhne