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Politik

Den UN geht das Geld aus

9. Oktober 2019

Die Vereinten Nationen plagen große Geldsorgen. Womöglich können sogar Gehälter nicht mehr gezahlt werden, wie UN-Generalsekretär Guterres warnt. Grund: die schlechte Zahlungsmoral vieler Mitgliedsländer.

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USA UN Hauptquartier in New York
Ziemlich marode: das UN-Hauptquartier in New YorkBild: Imago Images/UPI Photo/J. Angelillo

Die Vereinten Nationen erlebten derzeit die "schlimmste Geldkrise seit fast einem Jahrzehnt", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres in New York. "Wir riskieren, in den November zu gehen, ohne das Geld für die Gehälter unserer Mitarbeiter zu haben."

129 der 193 Mitgliedsstaaten hätten ihre diesjährigen Zahlungen schon geleistet, berichtete Guterres. Alle anderen rief er dazu auf, das so bald wie möglich zu tun.

Auf Sparkurs

Schon seit Anfang des Jahres hätten die UN an allen möglichen Stellen gespart, so der Generalsekretär weiter. Sonst hätte nach seinen Worten die jährliche Generaldebatte im September diesmal nicht stattfinden können. Wenn nicht bald Geld von den Mitgliedern eingehe, müsse noch mehr gespart werden - unter anderem könnten Mitarbeiter dann weniger reisen. Möglicherweise müssten auch Konferenzen und Treffen verschoben werden.

Schweiz - UN-Generalsekretär in Genf
Nicht "flüssig": UN-Generalsekretär António GuterresBild: Reuters/D. Balibouse

Das reguläre Budget der Vereinten Nationen beträgt für die laufende Zweijahres-Periode nach offiziellen Angaben rund 5,6 Milliarden Dollar. Größter Beitragszahler sind die USA, die 22 Prozent des Etats bestreiten. Die Friedensmissionen der UN werden aus einem separaten Topf finanziert.

Aktuell schuldet die Regierung in Washington der Staatengemeinschaft mehr als eine Milliarde Dollar an Budgetmitteln und 2,4 Milliarden für Friedensmissionen. US-Präsident Donald Trump kritisiert, sein Land zahle einen unfair hohen Beitrag zum Etat der Vereinten Nationen. Er fordert deshalb eine umfassende Reform.

wa/se (dpa, rtr, ap)