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Der Machtverlust von Herbert Diess

9. Juni 2020

Führungswechsel bei Volkswagen +++ Rekordeinbruch der deutschen Exporte +++ Rekordarbeitslosigkeit in den OECD Ländern +++ Milliarden für Frankreichs Luftfahrtbranche +++ Entwicklungsminister Müller kritisiert EU +++ deutsche Schuldenuhr war nie so wichtig wie jetzt

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Rund zwei Jahre hat Konzernchef Herbert Diess den VW-Konzern und die Kernmarke Volkswagen in Personalunion geführt. Damit ist nun Schluss. Zwar bleibt er Chef des VW-Konzerns mit seinen insgesamt 12 Marken, die Marke Volkswagen aber gibt er ab.

Rekordeinbruch der deutschen Exporte

Es überrascht nicht allzu sehr, dass die deutschen Exporte im April eingebrochen sind. Das Ausmaß aber ist dramatisch. Und - während das Coronavirus ja an vielen Entwicklungen zurzeit Schuld ist - den Rückgang der Exporte hat es nicht allein zu verantworten. 

Rekordarbeitslosigkeit in OECD-Ländern

Der unterbrochene Welthandel macht Deutschland als Exportnation besonders schwer zu schaffen. Schließlich hängt hier jeder vierte Arbeitsplatz vom Export ab. Damit sich die Corona-Krise nicht zu sehr in den Arbeitslosenzahlen wiederspiegelt, hat die Regierung mit Kurzarbeit gegengelenkt. Mit Erfolg. In anderen Ländern dagegen ist die Zahl der Arbeitslosen deutlich gestiegen.

Milliarden für Frankreichs Luftfahrtbranche

Um die Rettung von Arbeitsplätzen geht es auch in Frankreich. Die Autoindustrie hat schon Hilfen vom Staat in Höhe von 8 Milliarden Euro bekommen, die Tourismusbranche 18 Milliarden, Air France 7 Milliarden. Nun greift der Staat erneut tief in die Tasche - noch einmal für die Luftfahrtbranche.

Kritik von Entwicklungsminister Müller

In den Industrieländern werden Milliardensummen locker gemacht, um die Wirtschaft zu stützen. Entwicklungsländer haben dagegen nicht die Ressourcen für solche gigantischen Hilfspakete für die Wirtschaft. Oft fehlt ihnen sogar das Geld, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Daher muss sich die bisherige Hilfspraxis ändern, fordert der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller nach einer Konferenz mit seinen EU-Kollegen.

"Nie war die Schuldenuhr so wichtig wie heute…"

Eine Uhr, die rückwärts läuft, aber nicht kaputt ist… Die gibt es beim Bund der Steuerzahler. Dort zeigte die Schuldenuhr zwei Jahre lang an, dass Deutschland Schulden abgebaut hatte. Inzwischen läuft sie wieder vorwärts - im "Corona-Krisen-Modus". Und angesichts des Kampfes gegen die Folgen der Pandemie, wird das wohl noch eine ganze Weile so blieben. Seit nunmehr 25 Jahren zeigt die Schuldenuhr an, wie groß der deutsche Schuldenberg ist. Sabine Müller:

Technik: Jonas Josten

Redakteurin am Mikrofon: Insa Wrede

 

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Insa Wrede, DW-Mitarbeiterin
Insa Wrede Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion