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China verweigert Akkreditierung für G20-Gipfel

3. September 2016

Die chinesischen Behörden verweigern der Deutschen Welle die Akkreditierung für die Berichterstattung vom G20-Gipfel, der am Sonntag in Hangzhou beginnt.

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Deutschland Gebäude Deutsche Welle Bonn
Bild: DW

Die Nachrichtenredaktion der DW hatte zur Berichterstattung vom G20-Gipfel im chinesischen Hangzhou für drei Mitarbeiter Visa und Akkreditierungen beantragt. Für die Ausstellung der Visa ist nach Auskunft der chinesischen Konsularabteilung in Berlin die Erteilung der Akkreditierung für den G20-Gipfel Voraussetzung. Die Visa wurden vor rund zwei Wochen ausgestellt.

Da am Abreisetag noch immer keine Bestätigung für die Akkreditierung vorlag, fragte die deutsche Botschaft in Peking auf Bitte der DW bei den chinesischen Behörden nach. Dort wurde die Auskunft erteilt, dass für die DW keine Akkreditierungen vorlägen und "dass die Journalisten schon wüssten, warum nicht", so ein Mitarbeiter des chinesischen Außenministeriums.

Das Team der DW konnte mit den Visa ohne Probleme einreisen. Jedoch wird trotz der Bemühungen von Auswärtigem Amt und deutscher Botschaft in Peking weiterhin die Akkreditierung verweigert. Dadurch ist es der DW unmöglich, den Konferenzort zu betreten und vom G20-Gipfel zu berichten.

DW-Intendant Peter Limbourg fordert die Gastgeber des G20-Gipfels auf, die Berichterstattung für die DW zu ermöglichen: "Das Verhalten der chinesischen Seite ist absolut nicht hinnehmbar. Ob dies eine 'Strafe' für kritische Berichterstattung darstellt, oder welche Motive auch immer zu dieser Situation geführt haben, ist nicht entscheidend. Wer durch solche Methoden versucht, die freie Berichterstattung über ein internationales Ereignis, an dem auch die deutsche Bundeskanzlerin teilnimmt, zu behindern, ist ein schlechter Gastgeber. Ich fordere die chinesischen Behörden dringend auf, unserem Team umgehend die vollständige Akkreditierung für den G20-Gipfel auszustellen."