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DFB-Frauen bestehen ersten EM-Härtetest

15. Juni 2013

Die deutschen Fußball-Frauen zeigen sich vier Wochen vor dem Start der EM in vielversprechender Frühform. Der Titelverteidiger siegt in der Vorbereitung souverän gegen Schottland - doch die vielen Absagen machen Sorgen.

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Lena Goeßling (2.v.l.) jubelt mit Anja Mittag (l.) und Dzsenifer Marozsan (r.) über ihren Treffer zum 1:0 gegen Schottland (Foto: Jonas Güttler/dpa)
Bild: picture-alliance/dpa

26 Tage vor dem Auftakt in Schweden haben die deutschen Fußballerinnen allen Personalproblemen zum Trotz den ersten EM-Härtetest bestanden. Der vom Verletzungspech verfolgte siebenmalige Europameister gewann das erste von drei Vorbereitungsspielen für die Mission Titelverteidigung gegen die international zweitklassigen Schottinnen mit 3:0 (3:0), muss bis zur Endrunde aber noch an seiner Chancenverwertung arbeiten.

Wenige Stunden, nachdem Kim Kulig verletzungsbedingt als fünfte wichtige Spielerin ihre EM-Teilnahme kurzfristig abgesagt hatte, erzielten Doppeltorschützin Celia Okoyino da Mbabi (43./44.) und Lena Goeßling (34.) vor rund 9000 Zuschauern im Stadion Essen die Tore für die Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid. Nach dem nächsten Test am Mittwoch (18.00 Uhr MESZ) gegen den Olympia-Dritten Kanada in Paderborn wird Neid ihren 23-köpfigen Turnierkader benennen, mit dem sie die Generalprobe in München gegen Weltmeister Japan (29. Juni) bestreitet.

EM-Absagen machen Sorgen

Deutschlands Trainerin Silvia Neid steht am Spielfeldrand (Foto: Jonas Güttler/dpa)
Sorgenvolle Bundestrainerin: Silvia NeidBild: picture-alliance/dpa

Neid zeigte sich zwar mit dem Spiel zufrieden, ist aber dennoch besorgt: "Die Situation mit den vielen Verletzten gefällt uns nicht", sagte die Bundestrainerin, "aber wir fahren erhobenen Hauptes nach Schweden." Okoyino da Mbabi äußerte sich kritisch: "Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, wir müssen einiges verbessern. Wir haben zu wenige Zweikämpfe angenommen. Aber es war ein guter Test."

Die DFB-Auswahl hatte vor Kuligs Ausfall bereits die Absagen von Linda Bresonik, Alexandra Popp, Verena Faißt und Viola Odebrecht verdauen müssen. Bei der EM trifft Deutschland in der Gruppenphase zunächst in Växjö auf die Niederlande (11. Juli) und Island (14. Juli), anschließend in Kalmar auf Norwegen (17. Juli). Vor vier Jahren hatte die DFB-Auswahl den Titel mit einem 6:2 im Finale gegen England erfolgreich verteidigt.

ck,dk (sid, dpa)