Die DW Akademie in Nahost und Nordafrika

Drei Kräfte dominieren die Medien in der arabischen Welt: politische Macht, Wirtschaftsinteressen und die digitale Revolution. Politik und Wirtschaft reproduzieren bis heute Meinungs- und Profitmonopole. Der digitale Wandel dagegen schafft Vielfalt, Kreativität und Nischen der Freiheit. Er ist es, der die arabische Jugend bewegt. Und um die Jugend geht es in einer Region, deren Bevölkerung zur Hälfte jünger als 25 Jahre ist.

Auch in diesem Teil der Welt sind Informationen aus dem Netz eine schillernde Ware – verlockend und teils trügerisch: manipuliert von lebenden und computergesteuerten Agenten. Wer danach greift, hinterlässt Spuren. Geheimdienste wissen das. Ein Schlüsselthema der DW Akademie ist deshalb die Vermittlung von kritischer Mediennutzung – ob an palästinensischen  Bildungseinrichtungen, jordanischen Schulen oder in tunesischen Jugendhäusern.

Auf der anderen Seite stärkt die DW Akademie Angebote, die genau das liefern: Inhalte für eine medienkritische, selbstbewusste Jugend. Von Marokko bis zum Golf ist uns Capacity Building für unabhängig denkende Journalistinnen und Journalisten ein Anliegen. Im Auge stets das Publikum – wie im EU-Projekt "Shabab Live", das in sechs Ländern die Brücke zwischen Medienanbietern und -nutzern schlägt.

Wenn die Verbindung gelingt zwischen Journalisten und Nutzern, dann eröffnen sich auch wirtschaftliche Perspektiven. Über Finanzierungsmodelle zerbrechen sich Medienmacher weltweit den Kopf. Patentlösungen gibt es nicht. Als DW Akademie sehen wir unsere Aufgabe darin, regionale Managementexpertise aufzubauen und sie mit internationaler Expertise zu vernetzen, gerade zwischen Süd und Süd.

Gutes Medienmanagement, relevanter Journalismus, kritische Mediennutzung – mit diesem Dreiklang reagiert die DW Akademie auf die Krise der arabischen Medien. Die Konzepte entwickeln wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort. Dort, wo junge Menschen jeden Tag in die Zukunft aufbrechen.

Bürgerjournalisten im Libanon: Auf Geschichtensuche im Flüchtlingslager

Rayan Sukkar, Bürgerjournalistin

Ich bin Rayan Sukkar. Seit zwei Jahren arbeite ich für die Online-Plattform Campji. Ich bin Reporterin aus Schatila, aber ich berichte auch aus vielen anderen Flüchtlingslagern. Bis zu 40.000 Menschen leben im Flüchtlingslager Schatila, neben palästinensischen Flüchtlingen auch immer mehr Syrer, die vor dem Bürgerkrieg geflohen sind.

Bürgerjournalisten im Libanon: Auf Geschichtensuche im Flüchtlingslager

Die Redaktion von Campji

Gemeinsam finden wir unsere Ideen und Themen. Wie wir das machen? Hauptsächlich durch Beobachtung! Weil wir selbst in Schatila leben, haben wir die gleichen Sorgen und Anliegen wie unser Publikum. Deshalb nennt man uns Bürgerjournalisten.

Bürgerjournalisten im Libanon: Auf Geschichtensuche im Flüchtlingslager

Redaktionsbesprechung mit dem Team

Wenn wir einige Ideen gesammelt haben, stellen wir sie in unseren wöchentlichen Besprechungen vor und diskutieren sie mit den anderen Teamkollegen.

Bürgerjournalisten im Libanon: Auf Geschichtensuche im Flüchtlingslager

Drehtag

Heute wird gedreht! In unserer Geschichte geht es um das Thema Migration. Viele Menschen verlassen das Lager, um in anderen Ländern ein Leben zu beginnen. Das Thema wurde in der Besprechung ausgewählt, also gehen wir ins Flüchtlingslager Al-Jalil, um dort zu drehen. Bei dieser Geschichte kümmert sich Samih um den technischen Teil, ich übernehme die Inhalte.

Bürgerjournalisten im Libanon: Auf Geschichtensuche im Flüchtlingslager

Im Gespräch mit dem Bewohner Bassel zum Thema Migration

Wir lieben es, Menschen nach ihrer Meinung zu fragen, mit ihnen zu sprechen und sie kennenzulernen. Bassel (rechts im Bild) hat gesehen, dass wir auf der Straße filmen und hat uns angesprochen. Er wollte seine Meinung zu Migration mit uns teilen. Er sagte, trotz Abwanderung gebe es immer noch viele Menschen mit spannenden Geschichten im Lager.

Bürgerjournalisten im Libanon: Auf Geschichtensuche im Flüchtlingslager

Herausforderungen beim Dreh

Es ist gar nicht so leicht, in einem Flüchtlingslager Menschen mit vielen unterschiedlichen Meinungen zu finden. Und es ist nicht immer möglich, in den Lagern einfach so mit der Kamera herumzulaufen und zu filmen.

Bürgerjournalisten im Libanon: Auf Geschichtensuche im Flüchtlingslager

Auf dem Rückweg ins Büro

Nach einem Tag voller Eindrücke gehen wir zurück ins Campji-Büro, um das Material zu bearbeiten. Es war unser erster Dreh im Al-Jalil Camp, aber es wird sicher nicht unser letzter bleiben. Wir haben bereits so viele Geschichten gehört, die wir uns näher anschauen und über die wir berichten wollen. Das werden wir demnächst tun!

Jens-Uwe Rahe
Leiter Nahost / Nordafrika

T: +49.30-4646-8515
E: dw-akademie@dw.com

Team Nahost/Nordafrika

Teamleiter, Regionalkoordinator und Ländermanager auf einen Blick

Team Nahost/Nordafrika

Jens-Uwe Rahe

Leiter Nahost / Nordafrika

Team Nahost/Nordafrika

Verena Wendisch

Ländermanagerin Palästinensische Gebiete

Team Nahost/Nordafrika

Sandra van Edig

Ländermanagerin Libanon

Team Nahost/Nordafrika

Vera Möller-Holtkamp

Projektmanagerin Tunesien

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