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Massenflucht vor dem Taifun

6. Dezember 2014

Erste Ausläufer von "Hagupit" haben die Ostküste der Philippinen erreicht. Rund eine Million Menschen sind auf der Flucht. Sie hoffen glimpflicher davon zu kommen als beim verheerenden Taifun "Haiyan".

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Philippinen Taifun Hagupit 06.12.2014
Bild: picture-alliance/AP Photo/A. Favila

Mit Windgeschwindigkeiten von etwa 175 Kilometer pro Stunde ist "Hagupit" bei der Küstenstadt Dolores auf Land getroffen. In Böen fegt der Wind mit bis zu 210 km/h übers Land. In vielen Teilen der betroffenen Provinz Eastern Samar ist die Stromversorgung unterbrochen, ebenso wie in den Provinzen Northern Samar, Samar und Leyte - samt der Stadt Tacloban, die bis heute unter den Folgen des verheerenden Taifuns "Haiyan" leidet.

Rund eine Million Menschen sind aus der Küstenregion geflüchtet und suchen Schutz in Notunterkünften. "Jede Person, die wir jetzt in Sicherheit bringen können, ist eine weniger, die wir suchen müssen, wenn der Taifun vorübergezogen ist", sagte Innenminister Mar Roxas in einer im Fernsehen übertragenen Planungskonferenz auf Samar. Es müssten so viele Menschen wie möglich in Sicherheit gebracht werden.

Sechs Flughäfen geschlossen

"Hagupit" soll drei Tage benötigen, um über die Philippinen hinwegzuziehen. Die örtliche Wetterbehörde Pagasa und das Taifunwarnzentrum der US-Marine haben leicht unterschiedliche Verläufe des Wirbelsturms vorhergesagt, wobei das US-Zentrum davon ausgeht, dass "Hagupit" noch näher an die Hauptstadt Manila heranrückt. Der Wetterdienst warnt, der Taifun könnte Sturmböen und Flutwellen mit sich bringen und Erdrutsche auslösen. Derzeit wird er als Sturm der Kategorie drei auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala geführt. Sechs Flughäfen in den Zentralphilippinen sind vorsorglich geschlossen, Hunderte Flüge und Fährfahrten abgesagt. Tausende Passagiere sind gestrandet.

Etwa 200 Kilometer südlich von Dolores, in Guiuan, hatte im November 2013 Taifun "Haiyan" gewütet. Er hatte das Land auf einer Hunderte Kilometer breiten Schneise verwüstet. Mehr als 7350 Menschen kamen ums Leben. Dabei waren mit 315 Kilometern pro Stunde die jemals stärksten Sturmböen gemessen worden. Die Behörden beteuern, dass sie deutlich besser vorbereitet seien als vor einem Jahr. Die Lager mit Vorräten seien vor Überschwemmungen sicher, versicherte der Katastrophenschutz.

ab/rb (afp, dpa, rtr)