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Europas Fußballklubs gegen WM-Aufstockung

9. Februar 2016

Die Europäische Klub-Vereinigung ECA erteilt dem Plan von FIFA-Präsidentschaftskandidat Gianni Infantino eine klare Absage. Eine europäische Superliga anstelle der Champions League ist noch kein Thema.

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ECA-Vizepräsident Umberto Gandini. Foto: dpa-pa
ECA-Vizepräsident Umberto GandiniBild: picture-alliance/dpa/Y.Valat

Die Europäische Klub-Vereinigung ECA unter Vorsitz von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat sich auf ihrer Generalversammlung in Paris dagegen ausgesprochen, WM-Endrunden von derzeit 32 auf 40 Teams aufzustocken. "Wir halten nichts davon, wir sind mit dem jetzigen Zustand zufrieden", sagte ECA-Vizepräsident Umberto Gandini. "Die Vereine erkennen die Bedeutung der Nationalteams ab, aber wir haben auch eine Verantwortung für die Spieler." Deren Belastung sei schon jetzt zu groß geworden. UEFA-Generalsekretär Gianni Infantini, am 26. Februar einer der fünf Kandidaten für die Nachfolge von FIFA-Präsident Joseph Blatter, hatte den Delegierten der ECA sein Wahlprogramm vorgestellt, das auch die WM-Aufstockung enthält. "Wir verstehen, dass er jetzt Stimmen aus aller Welt an Land ziehen muss", sagte Gandini. "Aber in dem Punkt können wir ihn nicht unterstützen." Die ECA vertritt 220 Fußballvereine aus 53 europäischen Verbänden, darunter elf Bundesligisten.

Diskussion verfrüht

Eine europäische Superliga anstelle der Champions League ist für die ECA noch kein Thema. "Es ist noch zu früh, darüber zu reden", sagte ECA-Chef Karl-Heinz Rummenigge. "Es ist wichtig, eine gute ausbalancierte Lösung für alle Beteiligten zu finden. Ich glaube fest daran, dass ECA und UEFA ihre Wettbewerbe weiter vorantreiben wollen. Stagnation bedeutet Rückschritt." Der Vorstandschef des FC Bayern München hatte vor einem Monat eine Superliga mit einem festen Stamm an Teilnehmern aus den großen Fußball-Nationen wie Deutschland, England und Spanien ins Gespräch gebracht. UEFA-Generalsekretär Infantino hält die Diskussion für verfrüht. "Das ist noch zu weit weg", sagte Infantino in Paris. "Außerdem haben wir mit der Champions League die beste Liga der Welt."

sn/asz (sid, afp)