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Politik

Ex-Macron-Mitarbeiter muss vor Gericht

22. Juli 2018

Dem 26-jährigen Alexandre Benalla werden unter anderem Gewalttätigkeit und der Amtsanmaßung vorgeworfen. Die Affäre setzt Frankreichs Präsident Macron enorm unter Druck. Der hüllt sich bislang jedoch in Schweigen.

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Frankreich Macrons Sicherheitshelfer Alexandre Benalla
Bild: picture-alliance/dpa/MAXPPP

Benalla wird vorgeworfen, bei einem Polizeieinsatz am 1. Mai in der Hauptstadt Paris gegen einen Demonstranten gewalttätig vorgegangen zu sein. Dabei soll er einen Polizeihelm und eine Polizeiarmbinde getragen haben, obwohl er nicht als Ordnungshüter im Einsatz gewesen war. Der Elysée-Palast hat Benalla mittlerweile entlassen.

Macron schätzte die Dienste

Im Zusammenhang mit der Affäre sind zudem vier weitere Personen angeklagt, darunter drei Polizisten. Sie sollen unerlaubt Videobilder des Zwischenfalls an Benalla weitergeleitet haben. Die Affäre um Benalla gehört zu den größten Krisen der Amtszeit von Emmanuel Macron, der sich selbst bislang nicht geäußert hat. Klar ist: Benalla war einer seiner bevorzugten Personenschützer. Der Bodyguard war häufig mit dem französischen Staatschef unterwegs.

Die Opposition vermutet einen Vertuschungsskandal. Der französische Innenminister Gérard Collomb muss sich dazu an diesem Montag den Fragen der Parlamentsabgeordneten stellen. Die Anhörung soll Klarheit darüber schaffen, was die Regierung von dem Zwischenfall wusste.

An die Öffentlichkeit geraten war das Ganze erst durch die französische Tageszeitung "Le Monde". Sie hatte das Video veröffentlicht, auf dem das brutale Vorgehen Benallas zu sehen ist. Dieser hatte seine Prügelattacke erst eingestellt, als er merkte, dass er dabei gefilmt wurde. 

haz/wa ( dpa, afp, ap)