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Felipe Calderón: „Lateinamerikas Erfahrungen sind nützliche Lehren auch für Europa“

27. Januar 2012

Mexikanischer Präsident äußert sich in Davos im Interview der Deutschen Welle zur Bewältigung der Finanzkrise in Europa.

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Mexiko wolle den Vorsitz in der G 20-Gruppe nutzen, „eine Lösung für die furchtbare Wirtschaftskrise zu finden“. Das sagte der mexikanische Präsident Felipe Calderón der Deutschen Welle beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Krise betreffe nicht nur Europa, sondern die ganze Welt. Er werde versuchen, „dass die wirtschaftlich führenden Länder einen konkreten Beitrag zur Lösung der Krise leisten“.

Im Interview der Deutschen Welle verwies Calderón auf Erfahrungen Lateinamerikas bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise in den 1980er- und 1990er-Jahren. „Dies sind nützliche Lehren, auch um die aktuelle Krise in Europa zu bekämpfen.“ Hier beobachte er „eine bestimmte Parallelität“, so der Präsident. „Beide sind das Ergebnis von Ungleichgewichten in den nationalen Haushalten, von übertriebenen Ausgaben, die nicht ewig aufrecht erhalten werden können. Dieses Defizit bringt ein Schuldenwachstum mit sich, das eventuell unhaltbar wird. Die Lösung ist natürlich, diese Defizite zu reduzieren. Gleichzeitig muss man eine Politik betreiben, die sehr lange Rezessionen und irreparable Schäden für die Gesellschaft vermeidet.

Außerdem braucht man internationale Unterstützung, um die Glaubwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit der einzelnen Länder wiederherzustellen. Ich glaube, dass die Lektion, die wir in Lateinamerika gelernt haben, uns stärker gemacht hat, weil wir aus unseren Fehlern gelernt haben, und weil wir vermeiden wollen, diese Fehler zu wiederholen. Zum Beispiel versuchen wir, die Defizite einzudämmen und ein fiskalisches Gleichgewicht zu erreichen.“