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Georgien: Sonnige Aussichten für grünen Strom?

Maria Lesser
22. Mai 2018

Im ländlichen Georgien wird vor allem mit Holz geheizt. Das verpestet die Luft und dezimiert die Wälder. Eine Energiekooperative sorgt für nachhaltige Alternativen.

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Zwei Frauen verkaufen auf einem Markt in Georgien Käse
Bild: DW

Georgien: Heizen mit Sonne statt Holz

Projektziel: Holzöfen und andere schmutzige Wärmequellen sollen durch Solar-Wassererhitzer ersetzt werden, um die Luftqualität zu verbessern und Abholzungen zu verhindern 
Projektpartner: WECF, ein Netzwerk von Frauen-, Umwelt- und Gesundheitsorganisationen, und Friends of the Earth Georgia
Umsetzung: Bisher wurden in Georgien 850 Solar-Wassererhitzer installiert, die jährlich  etwa 850 Tonnen CO2 und 3 Kubikmeter Holz pro Gerät einsparen

Nana Gurabanidze hat, wie viele Frauen in ihrem Dorf, jeden Tag alle Hände voll zu tun. Die Georgierin kümmert sich um ihre Enkel, stellt Käse für den Verkauf auf dem Markt her und versorgt die Nutztiere der Familie. Damit sie ihren Haushalt am Laufen halten kann, braucht sie jede Menge warmes Wasser. Traditionell wird das auf einem kleinen Holzofen erhitzt, der in ihrem Wohnzimmer steht. Doch Nana und ihre Familie bekommen ihr Heißwasser nun aus einem solarbetriebenen Wassererhitzer, den eine örtliche Energiekooperative aufgebaut hat. In ganz Georgien, einem sonnenreichen Land, gibt es bereits 850 solcher Geräte. Sie sparen den Dorfbewohnern nicht nur viel Geld, denn Brennholz ist teuer. Die Wassererhitzer schonen auch die Umwelt, weil Bäume, die vorher verfeuert wurden, nun stehen bleiben. 

Ein Film von Maria Lesser