Hannover 96 trennt sich von Manager Heldt

In der Liga Platz 18. Der Abstieg kaum noch vermeidbar: Nun hat Fußball-Bundesligist Hannover 96 erneut an seinem Personalkarussel gedreht. Nach Trainer André Breitenreiter, muss nun Manager Horst Heldt gehen.

Horst Heldt wird maßgebliche Schuld an der Talfahrt der Niedersachsen zugeschrieben. Hauptsächlich wird ihm zur Last gelegt, keinen bundesligatauglichen Kader zusammengestellt zu haben. Derzeit stehen die die Niedersachsen am Tabellenende der Liga.

Sport | 27.01.2019

"Die Zielsetzung war, einen gesicherten Tabellenmittelplatz zu erreichen. Die Sportliche Leitung hat versichert, dass dieses Ziel mit den Transfers erreicht wird und die Mannschaft konkurrenzfähig ist. Diese Einschätzung hat sich nicht bestätigt", hieß es zur Begründung in einer Mitteilung des Vereins. Transfers wie der Brasilianer Walace, der Japaner Takuma Asano oder der Österreicher Kevin Wimmer haben das Team nicht verstärkt, aber zu einem Jahresverlust von rund 18 Millionen Euro geführt.

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Die Trennung von Heldt hatte sich zuletzt abgezeichnet. Nach der 1:3-Niederlage am vergangenen Samstag beim VfL Wolfsburg, der siebten Pleite in Folge, kündigte Klubchef Martin Kind nicht zum ersten Mal "intensive Gespräche" mit dem einstigen Mittelfeldspieler an.

Pleiten ohne Ende

Hannover liegt mit 14 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und hat sechs Spieltage vor dem Saisonende elf Zähler Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Nach dem Aus für Heldt, ist auch die Zukunft von Trainer Thomas Doll ungewiss.

Zog die Reissleine: Präsident Martin Kind

Heldt kam im März 2017 nach Hannover und ist vertraglich noch bis 2021 an den Club gebunden. In den ersten Monaten verpflichtete er André Breitenreiter als Trainer, schaffte mit den 96ern den Wiederaufstieg in die Bundesliga und baute dort einen Kader auf, der im ersten Jahr souverän den Klassenerhalt schaffte. Erste Risse bekam sein Verhältnis zu Kind, als Heldt während der vergangenen Saison erst zum 1. FC Köln und später zum VfL Wolfsburg wechseln wollte. Seine vorherigen Manager-Stationen waren deutlich erfolgreicher. Mit dem VfB Stuttgart wurde der zweifache National- und 359-fache Bundesligaspieler 2007 deutscher Meister. Mit dem FC Schalke 04 erreichte er von 2010 bis 2016 dreimal die Champions League.

cgn/fab (dpa, sid)

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