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Pressefotografie: Zurück zu den Quellen

23. Juni 2017

Vor rund 100 Jahren zog die Fotografie in die Zeitungswelt ein und stellte die Presselandschaft auf den Kopf. Eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum führt jetzt zurück an die Wiege der Pressefotografie.

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Badegäste im Berliner Strandbad vor 100 Jahren. (c) Ullstein
Bild: Ullstein

Die historischen Aufnahmen, die das Deutsche Historische Museum in Berlin präsentiert, zeigen, wie die Fotografie zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Zeitungswelt einzog. Die Bilder stammen aus dem um 1900 gegründeten Ullstein-Bildarchiv. "Die Fotografie veränderte die Presselandschaft und damit unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit", schreiben die Ausstellungsmacher. Zugleich habe sich die Pressefotografie als eigenes Genre entwickelt.

Die Schau zeigt das am Beispiel der wöchentlich erschienenen "Berliner Illustrirten Zeitung" (BIZ), des einstigen Flaggschiffs des Ullstein-Verlags. Die BIZ erschien von 1892 bis 1945 und war die erfolgreichste deutsche Publikumszeitschrift. Zeitweilig erreichte sie eine Auflage von fast zwei Millionen Heften. Mit den Aufnahmen berühmter Fotografen und bekannter Bildagenturen erreichte sie Menschen aller Bevölkerungsschichten.

Im Mittelpunkt der Ausstellung: Analoge Fotografie

Der Ullstein-Verlag hatte schon seit den 1890er Jahren die technische Entwicklung des Fotodrucks vorangetrieben. Das wiederum beflügelte die Professionalisierung des deutschen Fotojournalismus. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen analoge Fotografien, die in der BIZ erschienen. Sie zeigen, wie Fotografien redaktionell verwendet, bearbeitet und verändert wurden.

"Im Jahr 2017 ist es selbstverständlich, die Welt in Bildern zu sehen und zu erleben", erklären die Ausstellungsmacher. Digitale Fotos seien heute überall unbegrenzt verfügbar. "Das hat unsere Sehgewohnheiten und den Umgang mit dem Medium Fotografie verändert." Die Ausstellung "Die Erfindung der Pressefotografie" führt nun zur analogen Quelle der digitalen Bilderflut zurück.