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Hitzfeld rät Heynckes aufzuhören

2. März 2018

Ottmar Hitzfeld äußert sich zu einem möglichen Verbleib von Jupp Heynckes beim FC Bayern. Außerdem berichtet der Ex-Welttrainer von einer interessanten Anfrage eines Bundesligisten im vergangenen Jahr.  

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Fußball WM 2014 Brasilien Ottmar Hitzfeld
Bild: AFP/Getty Images

Der ehemalige Trainer des FC Bayern München, Ottmar Hitzfeld, kann sich einen Verbleib von Jupp Heynckes bei den Bayern über die laufende Saison hinaus nur schwer vorstellen. "Wenn man seine Aussagen nimmt, dann ist eigentlich klar, dass er aufhört", sagte Hitzfeld in einem Interview im Rahmen des Sportbuzzer Fantalks 3.0. Der ehemalige Schweizer Nationaltrainer, der 2001 mit den Bayern die Champions League gewann, rät dem mittlerweile 72-Jährigen Heynckes davon ab, sich weiterhin dem starken Druck im Fußballgeschäft auszusetzen: "Das Leben ist zu kurz, um sich zu viel Stress aufzuhalsen." Laut Hitzfeld wäre die Erwartungshaltung an Heynckes auch in der kommenden Saison immens. 

Die Arbeit seines ehemaligen Trainerkollegen lobt Hitzfeld in höchsten Tönen: "Ich bewundere Jupp Heynckes: mit 72 Jahren auf der Bank zu sitzen, den Stress zu bewältigen, andauernd in Hotels zu übernachten, vor dem Spiel die Anspannung zu spüren, die kurze Freude über den Sieg; und dann ist zwei, drei Tage später das nächste Spiel, und es geht von vorne los - das ist enormer Stress. Dass Jupp das so gut hinbekommt, freut mich für ihn ungemein. Er ist ein super Typ."

Dortmund wollte Hitzfeld als Bosz-Nachfolger

Hitzfeld wäre übrigens fast noch einmal am Spielfeldrand auf Heynckes getroffen. Nach der Entlassung von Peter Bosz im vergangenen Dezember kontaktierte Borussia Dortmund ihn als möglichen Nachfolger. Eine Rückkehr ins Fußballgeschäft war für Hitzfeld jedoch zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Option: "Es gab Kontakt, ja. Ich habe nicht groß überlegt, auch nicht, als ich beim BVB im Gespräch war", sagte er: "Ich habe immer wieder Angebote gehabt - aus dem Ausland, aus dem Inland. Aber: Nein, das ist für mich kein Thema mehr." Letztlich übernahm bei Borussia Dortmund Peter Stöger, den der 1. FC Köln eine Woche zuvor seines Amts enthoben hatte.

mvd/asz (sid)