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Politik

Iran lässt Crewmitglieder von Tanker frei

4. September 2019

In den Fall des vom Iran beschlagnahmten britischen Öltankers "Stena Impero" kommt Bewegung: Ein Drittel der Besatzung darf in die Heimat zurückkehren. Mit der Freigabe des Schiffes wartet Teheran allerdings noch.

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Öltanker Stena Impero liegt nun vor dem Hafen von Bandar Abbas
Bild: AFP/N. Kemps

Der Iran bestätigte eine Freilassung von 7 der 23 Besatzungsmitglieder aus humanitären Gründen. "Das Schiff hat zwar gegen hiesige Vorschriften verstoßen, aber wir haben ja keine Probleme mit dem Kapitän und der Crew", sagte Irans Außenamtssprecher Abbas Mussawi laut Nachrichtenagentur Isna.

Die sieben aus Indien, Russland und Lettland stammenden freigelassenen Crewmitglieder wurden nach iranischen Angaben von dem Kapitän des "Stena Impero"-Tankers ausgewählt. "Sie sind frei und können in ihre Heimat zurückkehren", sagte der Ministeriumssprecher weiter. Zu einer Freigabe des Tankers selbst sagte Mussawi, dass derzeit ein Gerichtsverfahren in der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas laufe. Das Gericht werde dann über die Zukunft des Schiffes entscheiden.

Die "Stena Impero" war im Juli von den iranischen Revolutionsgarden in der Straße von Hormus festgesetzt worden. Die Meerenge liegt zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Zuvor hatte die britische Marine Anfang Juli den iranischen Tanker "Grace 1" vor Gibraltar mit der Begründung aufgebracht, er habe iranisches Öl nach Syrien transportieren wollen. Das hätte gegen EU-Sanktionen verstoßen. Nach der Freigabe des iranischen Tankers Anfang August ist laut Beobachtern auch eine Freisetzung des britischen Schiffes denkbar. Teheran warte auf eine sichere Rückkehr ihres in "Adrian Darya-1"umbenannten Supertankers in den Iran, um dann auch das britische Schiff freizugeben.

sti/qu  (dpa, rtr)