James verlässt den FC Bayern

Wie erwartet wird der deutsche Rekordmeister den kolumbianischen Mittelfeldspieler nicht fest verpflichten. James geht damit wieder zurück zu Real Madrid. Und was tut sich sonst noch auf dem Transfermarkt?

4. Juni: Der FC Bayern München wird die Kaufoption beim kolumbianischen Fußball-Nationalspieler James Rodriguez nicht ziehen. Der deutsche Meister hätte den 27 Jahre alten Mittelfeldspieler nach zwei Leihjahren bis Mitte Juni für eine Ablösesumme von 42 Millionen Euro fest von Real Madrid verpflichten können. "Die Entscheidung bei James ist im Prinzip gefallen. Er war bei mir und hat mir in einem persönlichen Gespräch gesagt, dass er den Verein bittet, die Option nicht zu ziehen", sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge der "Sport Bild" (Mittwoch). Unter diesen Voraussetzungen mache ein Kauf von James keinen Sinn, begründete Rummenigge. "Er möchte spielen, Stammspieler sein. Das ist hier nicht gewährleistet. Ich bedauere das persönlich", äußerte Rummenigge. Die Bundesliga verliert damit eine weitere Attraktion. James, der bei der WM 2014 Torschützenkönig wurde, ist beim FC Bayern der vierte prominente Abgang nach Franck Ribéry, Arjen Robben und Rafinha.

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4. Juni: Der Wechsel des serbischen Torjägers Luka Jovic von Eintracht Frankfurt zum spanischen Spitzenverein Real Madrid ist perfekt. Jovic unterschreibt demnach bei den Königlichen einen Fünfjahresvertrag. Real vermeldete hingegen, dass der 21-Jährige sogar für sechs Jahre bis zum Sommer 2025 verpflichtet wurde. Im Gespräch war eine Ablöse zwischen 60 und 70 Millionen Euro. "Sportlich gesehen ist Luka Jovic ein großer Verlust für uns. Seine Explosivität und Torgefährlichkeit hat sich mittlerweile in Europa herumgesprochen und wir haben in den vergangenen zwei Jahren nicht nur von seinen Toren stark profitiert. Aber für uns war klar, dass es eine finanzielle Schmerzgrenze gibt", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Jovic hatte in der abgelaufenen Saison 27 Pflichtspieltore für die Eintracht erzielt. Jovic war im Sommer 2017 auf Leihbasis von Benfica Lissabon nach Frankfurt gekommen. Im April hatte die Eintracht die Kaufoption gezogen, sie soll bei sieben Millionen Euro gelegen haben. Benfica ist an einem Weiterkauf beteiligt, es ist von 20 Prozent die Rede.

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31. Mai: Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln hat den zweiten Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet. Vom niederländischen Erstligisten FC Zwolle kommt Kingsley Ehizibue zu den Domstädtern. Der 24 Jahre alte Rechtsverteidiger erhält einen Vertrag bis 2023. Über die Ablösesumme haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart, wie der Bundesligist mitteilte. «Kingsley ist ein sehr dynamischer Defensivspieler. Er ist technisch stark und hat ein sehr gutes Auge für seine Mitspieler in der Offensive», sagte FC-Geschäftsführer Armin Veh. Der in München geborene Niederländer gab in der niederländischen Eredivisie im Dezember 2014 sein Debüt und kommt in 122 Spielen auf acht Tore und 16 Vorlagen. «Ich freue mich sehr darauf, Teil der FC-Familie zu werden und in dieser Stadt vor diesen großartigen Fans zu spielen. Ich möchte dazu beitragen, dass wir gemeinsam besondere Momente erleben», sagte der ehemalige U21-Nationalspieler der Niederlande. Vor Ehizibue hatte der Bundesliga-Aufsteiger Kingsley Schindler vom Zweitligisten Holstein Kiel verpflichtet. 

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31. Mai: Jonathan Schmid wechselt wie erwartet innerhalb der Bundesliga vom FC Augsburg zurück zum SC Freiburg. Der 28-Jährige war bereits von 2001 bis 2015 für den SC aktiv und gab dort 2011 sein Debüt in der Fußball-Bundesliga. Vor seinen beiden Spielzeiten in Augsburg war der Franzose eine Saison für die TSG Hoffenheim am Ball. Er kommt auf insgesamt 28 Tore in 219 Bundesligaspielen und kann als Rechtsverteidiger oder auf den beiden Flügeln spielen. Über die Ablösemodalitäten und die Vertragsdauer machte Freiburg am Freitag wie üblich keine Angaben.

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28. Mai: Der FC Augsburg hat mit Florian Niederlechner den ersten Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet. Der 28 Jahre alte Mittelstürmer kommt vom Ligakontrahenten SC Freiburg und erhält nach Vereinsangaben vom Dienstag einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2022. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. "Florian Niederlechner verkörpert alle Tugenden des FCA. Er ist ein unheimlich laufstarker Spieler mit einer super Mentalität", sagte Augsburgs Geschäftsführer Sport Stefan Reuter. Niederlechner spielte zuvor bei der SpVgg Unterhaching (2011 - 2012), dem 1. FC Heidenheim (2013 - 2015), 1. FSV Mainz 05 (2015 - 2016) und in Freiburg (2016 - 2019).

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22. Mai: Die Saison hat Borussia Dortmund erst am Samstag mit der Vizemeisterschaft abgeschlossen, schon steht ein großer Teil des Gerüstes für die kommende Saison: Nach Nationalspieler Nico Schulz, dessen Wechsel am Dienstag bekannt gegeben wurde, stellt der BVB am Mittwoch zwei weitere Neuzugänge vor - Julian Brandt und Thorgan Hazard

Neu beim BVB: Julian Brandt

Brandt kommt von Ligakonkurrent Bayer Leverkusen. Der 23 Jahre alte Offensivspieler verlässt nach fünfeinhalb Jahren den Werksklub und wechselt für die festgeschriebene Ablösesumme von 25 Millionen Euro zum BVB. Brandt erhält einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2024. "Ich bin ein Mensch, der Dinge auch mal aus dem Bauch entscheidet und für den ein gutes Gefühl wichtig ist", betonte Brandt in einer BVB-Pressemitteilung: "Ich möchte mich persönlich weiterentwickeln, das ist einer der Hauptgründe für meinen Wechsel." Brandt machte von einer Ausstiegsklausel in seinem bis 2021 laufenden Kontrakt mit Bayer Gebrauch.

Thorgan Hazard kommt von Borussia Mönchengladbach ins Ruhrgebiet. Der belgische Nationalspieler unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2024. Der 26-jährige soll bei den Schwarz-Gelben den zum FC Chelsea abgewanderten Christian Pulisic ersetzen. "Wir freuen uns sehr, dass sich Thorgan aus voller Überzeugung für Borussia Dortmund entschieden hat. Er ist ein erfahrener Bundesliga-Profi und belgischer Nationalspieler, der uns mit seinem Tempo und seiner Abschlussqualität helfen wird. Seine Klasse hat er in den vergangenen Jahren nachhaltig unter Beweis gestellt", wird Sportdirektor Michael Zorc in einer Mitteilung des Klubs zitiert. 

Der Bruder von Weltstar Eden Hazard hat in der vergangenen Saison in 35 Pflichtspielen für Mönchengladbach 13 Tore erzielt und weitere 12 vorbereitet. Zu den Ablösemodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart, doch laut dem Magazin Kicker soll diese 25,5 Millionen Euro betragen. 

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21. Mai: Nationalspieler Nico Schulz wird ab der kommenden Saison für Vizemeister Borussia Dortmund auflaufen. Der 26-jährige Außenverteidiger kommt von der TSG Hoffenheim und unterschreibt in Dortmund einen Vertrag bis 2024. "Nico Schulz ist ein Abwehrspieler, der in den vergangenen Jahren noch einmal einen deutlichen Leistungssprung gemacht hat. Genau wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft werden wir von seiner Physis, seinem Tempo und seiner extremen Dynamik sehr profitieren. Ein Spieler wie er mit seinem Kampfgeist und seiner Erfolgsgier tut jeder Mannschaft gut", wird BVB-Sportdirektor Michael Zorc in einer Mitteilung des Klubs zitiert.

Schulz selbst wird in der Mitteilung ebenfalls zitiert: "Borussia Dortmund ist ein Top-Klub, dessen Team einen Fußball spielt, der einfach gut zu mir und meinem Stil passt. Ich glaube, dass ich dem Team mit meiner Art zu spielen, helfen kann. Gemeinsam können wir Großes erreichen", so der gebürtige Berliner, für den der BVB nach Hertha BSC, Borussia Mönchengladbach und Hoffenheim die vierte Station in der Bundesliga sein wird. "Achraf Hakimi und Nico Schulz - schnellere Außenverteidiger als wir wird niemand haben", sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu der Verpflichtung, die den Klub laut Medienberichten ca. 27 Mio. Euro kosten soll.

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