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Japans Wirtschaft wächst - der Nikkei fällt

14. Februar 2018

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt hat einen beeindruckenden Lauf. Der Premierminister freut sich, doch Analysten sind trotzdem enttäuscht - und der Nikkei-Index gibt nach.

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Japan, ein Containerschiff kommt in einem Hafen in Tokio an
Bild: picture-alliance/A.Di Ciommo

Es ist eine typische einerseits-andererseits-Situation: Acht Quartale in Folge kann die japanische Wirtschaft steigende Zahlen beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) vorweisen. Das ist die längste ununterbrochene Wachstumsphase seit dem Wirtschaftsboom in den 1980er-Jahren. Trotzdem sind viele Anleger enttäuscht, weil die Steigerungsrate geringer ausgefallen ist als erwartet. Statt der prognostizierten 0,9 Prozent Wachstum legte das BIP nur 0,5 Prozent zu.

Der Anstieg geht insbesondere auf robuste Verbraucherausgaben sowie anziehende Investitionen zurück. Für die japanische Notenbank (BOJ) ist die Entwicklung ein ermutigendes Anzeichen, dass die Konjunktur ausreichend Schwung hat, um die Inflation wieder in Richtung des BOJ-Zieles von zwei Prozent nach oben zu treiben.

Rückenwind für Premier Abe

Die jüngsten Zahlen sind gute Nachrichten für Premierminister Shinzo Abe. Seine auch als "Abenomics" titulierte Politik zielt darauf ab, die Wirtschaft der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt durch umfangreiche Konjunkturprogramme und tiefgreifenden Deregulierungen anzukurbeln.

Doch weil die Löhne im Land - und damit auch der private Konsum - weiter nur langsam steigen, hat sich die Wirtschaft noch immer nicht klar aus der jahrelangen Deflation befreien können.

Nikkei schwächelt

Doch weder die guten Konjunkturdaten noch steigende Aktienkurse konnten den Nikkei-Index beleben. Nach anfänglichen Gewinnen gab der Kurs des japanischen Leitindexes an der Tokioter Börse wieder nach und endete auf einem Vier-Monats-Tief.

mak/jm (rtr, afp, ap)