Jobs an Bord

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Der Herr über das Schiff

"Kapitän" stammt vom lateinischen Wort für "caput", "Kopf". Ein Kapitän wie Tony Cato ist der Kopf an Bord, hat die volle Verantwortung über das Schiff und die gesamte Fahrt in den Windpark. Die Ausbildung zum Kapitän ist von Land zu Land unterschiedlich. Tony Cato hat die Marine School des South Tyneside College im britischen Newcastle besucht.

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Der Gewichtheber

Der "Jacking engineer" stellt das Schiff auf die Beine, auf die Stahltürme, die typisch sind für ein Errichterschiff. Allan Hoeholt macht das von der Brücke aus, er steuert die Hydraulik, die den Koloss hebt - und zwar jedes Bein einzeln. Er muss genau justieren wie viel Kraft auf einem Bein sein darf, auch damit die Beine gleichmäßig in den Meeresboden einsinken und das Schiff gerade steht.

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Der Bauleiter

Was der Kapitän für das Schiff ist, ist der "Offshore construction manager" für den Aufbau des Windparks: Kell Hansen ist der Chef. Er ist verantwortlich, dass der Aufbau der Windkraftanlagen reibungslos vonstatten geht, dass alle Regeln eingehalten werden. Der OCM, wie er an Bord nur genannt wird, sitzt die meiste Zeit am Schreibtisch, im bordeigenen Büro.

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Der Mann für die Sicherheit

Dem "Sicherheitsmanager" entgeht nichts. Thomas Cassidy muss garantieren, dass sich niemand bei der Arbeit auf dem Schiff verletzt und eine Schutzausrüstung trägt. Dazu gehören Helm, Handschuhe, Brille, Warnjacke, Sicherheitsschuhe. Das ist Pflicht. Und wehe jemand läuft ohne übers Deck. Das gibt eine Ermahnung vom "safety officer".

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Der Dirigent auf Deck

Vom Hafen aufs Schiff, vom Schiff in den Windpark. Der "Lifting supervisor" managt, kontrolliert und dokumentiert die Verladung der tonnenschweren Teile der Windkraftanlagen. Wenn der Blick von Lee Kellow wieder nach oben geht, schwebt wahrscheinlich gerade ein tonnenschweres Bauteil der Windkraftanlage übers Deck. Jeder Aufbaumonteur muss auf sein Kommando hören.

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Die Aufbaumonteure - die Anpacker

Sie sind die Männer, die an Deck und im Turm der Windkraftanlage anpacken. Sie montieren die riesigen Einzelteile. Noch gibt es keine speziellen Ausbildungswege zum "Offshore-Monteur". Die meisten sind Techniker, Elektriker, Stahlbauer oder Mechaniker und haben dann eine Zusatzausbildung gemacht. Für die Arbeit auf dem Meer werden sie meist besser bezahlt als in ihren ursprünglichen Berufen.

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Der Zweite Offizier

Piotr Piekutowski arbeitet gemeinsam mit dem Kapitän auf der Brücke, gehört also zur Schiffscrew. Er ist verantwortlich für das Navigieren des Schiffs, für den Sprechfunk, schreibt das Logbuch. Der Zweite Offizier hat in seiner Heimatstadt Danzig Navigation studiert. Er kann aufsteigen: zum Ersten Offizier und dann vielleicht auch einmal zum Kapitän.

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Der Küchenchef

Nicht auszudenken, wenn nach einem 12-Stunden-Tag das Essen nicht schmeckt. Bei Bogdan Taton sind sich die Männer an Bord allerdings sicher: Auf diesen Koch können sie sich verlassen, er bietet Hausmannskost, niemals Fertigessen. Der Pole kocht allein für sechzig Personen Mittag- und Abendessen. Er bleibt vier Wochen an Bord, dann hat er vier Wochen frei.

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Die gute Seele an Bord

Natasza Romaniuk ist eine von vier Stewardessen an Bord. Sie helfen in der Küche, halten das Schiff sauber, räumen die Kabinen auf. Nur durch sie wird das Installationsschiff auch ein echtes Zuhause. Für die jungen Frauen ist die Arbeit an Bord meist nur ein Job auf Zeit - in dem sie aber gut verdienen.

Pro Einsatz können an Bord der Brave Tern etwa 80 Menschen arbeiten. Sie alle verbindet eine Mission, einen Windpark aufzubauen. Doch 80 Menschen, das sind dutzende unterschiedliche Berufe. Hier eine kleine Übersicht:

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