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Klimaschutz durch Emissionshandel

19. Juni 2012

Seit der Wirtschaftskrise hat sich die Umsetzungsgeschwindigkeit der Klimaschutzziele in Deutschland dramatisch verlangsamt. Die Anreize durch die CO2-Zertifikate sind für die Industrie nicht mehr hoch genug. Und das obwohl es Ideen gibt, die neben den regenerativen Energien, den Klimaschutz nachhaltig vorantreiben könnten.

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Moderne Gaskraftwerke sind für die angestrebte Energiewende als "Brückentechnologien" gefragt. Doch lohnt sich die Investition für die Energieerzeuger? Am Beispiel des Gaskraftwerkes Ingolstadt (Wirkungsgrad 60,75% = Weltrekord!) zeigt der Film, warum es sich für den Betreiber EON kaum lohnt in das emissionsarme HighTech- Kraftwerk zu investieren, bzw. weitere zu bauen. Der Grund liegt in der großen Menge von Klimazertifikaten, die derzeit auf dem Markt kursieren. Die CO2-Einsparungen sind durch Wirtschaftskrise und schnellere Umsetzung der Energiewende deutlich besser ausgefallen, in der Folge der Zertifikatpreis rapide gefallen. Der Zertifikatpreis für 1 Tonne CO2 beträgt derzeit nut 7,-€. Das heißt, es ist im Augenblick billiger die Luft zu verschmutzen, denn in saubere Technologien zu investieren. Kommt dazu, dass auch der Sekundärmarkt zur Finanzierung von Klimaprojekten in Drittländern durch den geringen Wert der Zertifikate stark abnimmt. Der Beitrag konfrontiert die Vertreter des BMU mit dieser Tatsache und fragen, ob das marktwirtschaftliche Instrument "Emissionshandel" seine Zugkraft verloren hat und was unternommen werden muss, damit Unternehmer weiter zum Klimaschutz beitragen. Dazu äußert sich auch der Leiter der Emissionshandelsstelle im BMWi. Er schlägt vor die Zertifikate zu verknappen und den Preis ‚künstlich’ anzuheben, um wieder einen Anreiz zum CO2-Einsparen zu geben.