Lügen-Vorwürfe gegen Trumps Ex-Wahlkampfmanager Manafort

Er hatte sich zur Zusammenarbeit mit der Justiz bereit erklärt. Doch jetzt wird Trumps Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort beschuldigt, den Ermittlern in der Russland-Untersuchung nicht die Wahrheit gesagt zu haben.

Die Vorwürfe der US-Justiz könnten schwere Folgen für US-Präsident Donald Trumps früheren Wahlkampfmanager haben. Paul Manafort habe gegen eine Kooperationsvereinbarung mit der US-Justiz verstoßen, in dem er Mitarbeiter der US-Bundespolizei FBI und von Russland Sonderermittler Robert Mueller belog. So heißt es in einem von der Staatsanwaltschaft bei Gericht eingereichten Dokument. 

Zusagen nicht mehr bindend

Die US-Behörden sehen sich durch den Vorgang ihrerseits von jeglicher Verpflichtung entbunden, gemachte Zusagen an Manafort einzuhalten. Der 69-Jährige hatte sich im September im Rahmen einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft bereiterklärt, bei den Ermittlungen zu möglichen illegalen Absprachen zwischen dem Trump-Team und Moskau im Präsidentschaftswahlkampf 2016 zu kooperieren.

"Wahrheitsgemäße Informationen"

Manaforts Anwälte wiesen die Lügen-Vorwürfe zurück. Ihr Mandant habe "wahrheitsgemäße Informationen" geliefert und nicht gegen die Vereinbarung verstoßen. Im August war er in einem ersten Prozess wegen Steuer- und Bankenbetrugs schuldig gesprochen worden. Mit seiner Erklärung vom September wollte Manafort einen zweiten Prozess abwenden, in dem es um seine Lobbyistentätigkeit für den früheren prorussischen Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch, und dessen Partei geht.

fab/kle (afp, dpa)

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