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Lettland: Das schwere Erbe "KGB"

14. Mai 2015

Als Lettland von der Sowjetunion besetzt war, spionierte der Geheimdienst KGB zehntausende Letten aus. Erst jetzt geht es darum, ob die Namen der Spione öffentlich gemacht werden sollten.

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In der KGB-Zentrale in Riga, im Volksmund "Eckhaus" genannt, wurden tausende, dem Moskauer Regime unliebsame Letten eingesperrt und gefoltert oder von dort ins Arbeitslager nach Sibirien abgeschoben. Im Mai 1990 kamen die letzten Häftlinge aus dem "Eckhaus" frei. Um ins Visier des KGB zu geraten und für Jahre in ein Arbeitslager zu kommen, musste man nicht unbedingt Dissident sein. Zu den in Riga verhafteten "Staatsfeinden" gehörten zum Beispiel auch die Mitglieder eines Lesezirkels, der durch sein Interesse für französische Bücher aufgefallen war. Heute dürfen die Opfer des KGB ihre Akten einsehen, über die Spitzel können sie nur spekulieren.