Mazedoniens Parlament billigt Namensänderung

Das Parlament in Skopje hat der Umbenennung von Mazedonien in "Republik Nord-Mazedonien" zugestimmt. Damit ist die Voraussetzung erfüllt, dass der Streit mit Griechenland über den Landesnamen beigelegt werden kann.

Für die entsprechende Verfassungsänderung stimmten 81 der 120 Abgeordneten. Damit wurde die vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit bei der historischen Abstimmung erreicht.

Seit 1991 gab es den Streit mit Griechenland. Nach der Unabhängigkeit im Zuge des Zerfalls Jugoslawiens wurde das Land unter dem Namen Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (englische Abkürzung: FYROM) in die Vereinten Nationen aufgenommen. Griechenland besteht seitdem  auf einer Namensänderung, weil eine Provinz im Norden des Landes ebenfalls den Namen Mazedonien (Altgriechisch: Makedonia) trägt. Die Hellenen fürchten, der Nachbar könne Gebietsansprüche darauf erheben.

Im vergangenen Juni hatten der griechische Regierungschef Alexis Tsipras und der mazedonische Ministerpräsident Zoran Zaev vereinbart, dass sich die ehemalige jugoslawische Republik in Nord-Mazedonien umbenennt. Athen würde dann nicht mehr den Beitritt seines nördlichen Nachbarn in die NATO und künftig auch in die Europäische Union blockieren.

Das Parlament in Athen muss der Vereinbarung jetzt noch zustimmen. Bundesaußenminister Heiko Maas sagte, er setze darauf, dass das griechische Parlament sein Plazet geben werde. Dann könne das Land Nord-Mazedonien "bald der NATO beitreten und Beitrittsgespräche mit der EU eröffnen".

Politik | 01.10.2018

uh/sti  (dpa, afp)

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