Mehrere Tote bei Ausbruch des Feuervulkans in Guatemala

Nach Angaben der Behörden sind bisher mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen, etliche werden vermisst. Der Vulkan liegt nur etwa 70 Kilometer von der Hauptstadt Guatemala-Stadt entfernt.

Der Feuervulkan oder "Volcán de Fuego", wie er auf spanisch heißt, bricht immer mal wieder aus, zuletzt 2016 und 2017. Der jüngste Ausbruch scheint aber besonders heftig zu sein. Im Internet waren Bilder von Bewohnern rund um den 3700 Meter hohen Berg zu sehen, die vor Feuer und Lava flüchteten.

Neben den 25 getöteten Menschen - darunter ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes - soll es rund 300 Verletzte geben. Etwa 20 von ihnen mussten mit Verbrennungen in Krankenhäuser gebracht werden, erklärte Gesundheitsminister Carlos Soto.

Insgesamt seien etwa 1,7 Millionen Menschen von dem Vulkanausbruch betroffen, teilte die Regierung Guatemalas mit. Rund 3100 Anwohner mussten das Gebiet rund um den Krater verlassen, wie die Streitkräfte auf Twitter vermeldeten. Für die Betroffenen wurden Notunterkünfte eingerichtet und Essen bereitgestellt.

Die Vulkanasche schaffte es bis in die Hauptstadt Guatemala-Stadt und macht den Menschen dort das Atmen schwer

Rauchwolken bis in sechs Kilometer Höhe

Augenzeugen berichten, ein Lavafluss habe das Gebiet am Feuervulkan überschwemmt. Zudem breite sich eine riesige Rauch- und Aschewolke aus. In Videos aus der Region waren Straßenzüge zu sehen, die mit einer weißgrauen Ascheschicht überzogen waren. 

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Nach Angaben der Behörden handelt es sich um den schlimmsten Ausbruch der vergangenen Jahre. In vier Departments des mittelamerikanischen Landes gingen Asche und Gestein nieder. Die Rauchwolken waren demnach bis in einer Höhe von sechs Kilometern zu sehen. Der Flughafen von Guatemala-Stadt musste wegen Ascheregens auf der Landebahn geschlossen werden.

kle/djo (rtr, dpa, afp)

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