Mozart-Stadt: Salzburger Festspiele beginnen

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Salzburger Festspiele: Eine Stadt als Bühne

Jeden Sommer wird Salzburg zum Treffpunkt von Stars und Prominenz: Die Salzburger Festspiele (20.7.-30.8.2018) sind der Publikumsmagnet in Österreichs viertgrößter Stadt. Fast 200 Konzerte, Opern, Schauspielaufführungen in nur 40 Tagen locken fast eine Viertelmillion Gäste aus mehr als 80 Ländern in die Stadt an der Salzach.

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Spektakel, Drama und große Oper

Die Salzburger Festspiele werden seit 1917 mit dem "Jedermann" am Domplatz eröffnet. Die Inszenierung dieses Theaterstücks von Hugo von Hoffmannsthal ist seitdem zum Markenzeichen der Festspiele geworden. Neben dem Domplatz sind das Große Festspielhaus und die Felsenreitschule die bekanntesten Spielorte des Festivals. Im Bild Tobias Moretti als Jedermann und Stefanie Reinsperger als Buhlschaft.

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Wo das Musikgenie Mozart zur Welt kam

In der Getreidegasse 9 (im Bild links) wurde Wolfgang Amadeus 1756 geboren. Heute ist in den originalen Wohnräumen ein Museum eingerichtet. Mozartfans können gleich ums Eck das zweite Mozart-Haus der Stadt besichtigen, wo der Komponist als erwachsener Konzertmeister wohnte, bis er 1781 der Stadt den Rücken kehrte und nach Wien zog.

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Getreidegasse: Aushängeschild der Altstadt

Die Blickfänger in der Getreidegasse sind zahlreiche zierliche, verspielte Zunftzeichen. Sie signalisieren über Geschäften und Gasthöfen die stolze Tradition der Handwerkskunst. Vom Können der Konditoren zeugen Salzburgs Cafés - mit verlockenden Spezialitäten: Salzburger Nockerln, eine gebackene Eiersüßspeise, und Mozartkugeln, Pralinen aus Schokolade mit einem Kern aus Marzipan.

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Altstadt: UNESCO-Welterbe mit 1000 Denkmalen

Wie zu Mozarts Zeiten prägen heute noch die Gassen und Plätze die Altstadt. Einer der schönsten ist der Kapitelplatz. Die goldene Kugel (rechts) ist Teil des Kunstwerks "Sphaera" von Stefan Balkenhol. Über dem Platz wacht das Wahrzeichen der Stadt: die Festung Hohensalzburg, eine der größten mittelalterlichen Burganlagen Europas. Die Altstadt zählt seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Barocke Pracht für Fürstbischöfe

Als Bühne für Repräsentation und Macht ließen Salzburgs Fürstbischöfe im 16. Jahrhundert das Domquartier mit Residenz und Stift St. Peter im italienischen Stil umbauen. Ihr Ziel: ein "Rom des Nordens" erschaffen. Stilprägend wurde der Salzburger Dom. Er gilt als erster Kirchenbau des Frühbarocks nördlich der Alpen.

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Schloss Hellbrunn und seine Wasserspucker

Zu Repräsentationszwecken nutzten die Salzburger Fürstbischöfe auch Schloss Hellbrunn. Die historischen Wasserspiele sind ein Meisterwerk der Ingenieurskunst mit Figuren, die zur Belustigung der jährlich 300.000 Besucher mit Wasser nur so um sich spucken. Zum Park gehört auch die Hellbrunner Allee, deren Altholz Lebensraum für seltene Käfer, Fledermäuse und Spechte ist.

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Schloss Mirabell: Salzburgs schönster Trausaal

Hier stehen die Hochzeitspaare an Sommerwochenenden Schlange, um sich im Marmorsaal von Schloss Mirabell das Ja-Wort zu geben. Erbaut wurde das Lustschloss im Auftrag von Fürsterzbischof Wolf Dietrich im Jahr 1606 - für seine Geliebte Salome Alt. Die Sichtachse des Parks gibt den Blick frei bis zur Festung Hohensalzburg, eingerahmt vom Bergpanorama.

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Kontrastprogramm im Museum der Moderne

Auf dem Mönchsberg, einem der drei Hausberge Salzburgs steht der puristische Bau des Museums der Moderne. Vor allem grafische und fotografische Werke der österreichischen Moderne werden hier gezeigt. Von der Museumsterrasse bietet sich eine der schönsten Aussichten auf Salzburg.

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Flughafen Salzburg: Start, Landung, Kunstgenuss

Seit 2003 teilt der österreichische Milliardär Dietrich Mateschitz seine Leidenschaften mit der Öffentlichkeit: Flugzeuge, schnelle Autos, Gastronomie. Im gläsernen Hangar-7 am Flughafen Salzburg werden Mozart-Oper oder TV-Show mitten in der Flugzeug-Sammlung veranstaltet. Zur Eventlocation gehören auch ein Feinschmeckerrestaurant und Bars - Blick auf die Alpen inklusive.

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Electric Love Festival auf der Rennstrecke

Und diesen Termin für 2019 schon mal vormerken: Am ersten Juli-Wochenende feiert sich die Clubkultur in Salzburg beim Electric Love Festival. Auf dem Salzburgring, der normalerweise für Motorsport-Rennen genutzt wird, treten dann zum siebten Mal über 100 DJs auf fünf Bühnen auf. Es gilt als das bedeutendste Elektro-Musik-Festival Österreichs.

Neun Neu-Inszenierungen, fast 90 Konzerte und ganz viel Tradition: Opern, Konzerte und Schauspiel legen auch während der diesjährigen Salzburger Festspiele wieder einen Zauber über die Mozart-Stadt

Internationale Künstler der klassischen Musik und darstellenden Kunst kommen ab Freitag (20.07.2018) wieder für sechs Wochen in Salzburg zusammen. In der Geburtsstadt Mozarts finden seit 1920 die traditionellen Salzburger Festspiele statt, bei denen Aufführungen von Mozart, Hofmannsthal, Strauss und vielen anderen hochkarätigen Komponisten gezeigt werden.

Musik | 21.07.2017

Das Theaterstück "Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes" von Hugo von Hofmannsthal bildet alljährlich den Auftakt der weltweit renommiertesten Kulturveranstaltung. Der Domplatz gilt seit jeher als Spielstätte für das berühmte Mysterienspiel. Eine Rolle – selbst die kleinste Nebenrolle – in diesem Stück zu ergattern, gilt als größte Auszeichnung für einen deutschsprachigen Schauspieler.

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Tobias Moretti als "Jedermann" und Stefanie Reinsperger als "Buhlschaft" während der Fotoprobe zu Hugo von Hofmannsthals Stück "Jedermann" im Juli 2017

Oper und Schauspiel im Programm

Über 200 Veranstaltungen an 18 Spielorten der Stadt laden die Besucher auf eine Reise durch die klassische Musik ein. Der Veranstalter erwartet in diesem Jahr rund 250.000 Besucher, die in das breite Schauspiel-, Opern- und Konzertprogramm eintauchen. Die Konzert-Sparte mit insgesamt 89 Veranstaltungen nimmt den größten Anteil im Festspielprogramm ein.

In diesem Jahr erscheinen insgesamt neun Opern- und Schauspiel-Neu-Inszenierungen, davon fünf in der Oper und vier im Schauspiel. Zu den prominenten Neu-Produktionen zählen die Opern von Wolfgang Amadeus Mozarts "Zauberflöte", Richard Strauss' "Salome" und Peter Tschaikowskis "Pique Dame". Außerdem wird in diesem Jahr die Oper der Salzburger Pfingstfestspiele wieder im Programm mit aufgenommen.

Stücke von weiteren namhaften Künstlern wie Hans Werner Henzes "The Bassarids", Gottfried von Einems "Der Prozess" und Heinrich von Kleists "Penthesilea" werden in der Festspielstadt die Besucher beschäftigen.

Salzburger Festspiele 2012

Die Jedermann-Aufführung findet traditionell unter freiem Himmel vor der Salzburger Kathedrale statt

Ein Philosoph hält die Eröffnungsrede

Der deutsche Autor, Philosoph und Historiker Philipp Blom wird die diesjährige Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele halten. "Philipp Blom ist einer der herausragenden Intellektuellen unserer Zeit, ein unbestechlicher, den Ideen der Aufklärung und des Humanismus verpflichteter Denker", sagte der Intendant des Festivals, Markus Hinterhäuser, am Dienstag (17.07.2018) der Deutschen Presseagentur. Als schonungsloser Analytiker der europäischen Geschichte sei er im diesjährigen Gedenkjahr der ideale Sprecher, so Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. Blom zeigte sich erfreut über sein Engagement.

Seit 1920 finden die Salzburger Festspiele in der Geburtsstadt von Wolfgang Amadeus Mozart statt. Autor Hugo von Hofmannsthal, Komponist Richard Strauss und Regisseur Max Reinhardt gründeten das weltweit bekannte Kulturfestival, das sich aus Mozartfesten und internationalen Musikfesten der Stadt im 19. Jahrhundert entwickelte.

am/rf/suc (Salzburger Festspiele/dpa)

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