Norwegische Steuermoral

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Die Automesse Shanghai zeigt: China holt auf! +++ Europäische Firmen beklagen türkische Politik +++ Norwegens Staatsfonds fordert Steuerehrlichkeit - von andern +++ Bedingungsloses Grundeinkommen in Westkenia

Auf der Auto-Messe in Shanghai überbieten sich die drei großen deutschen Autobauer mit Optimismus und Rekordmeldungen. Doch die chinesische Konkurrenz ist besser und stärker als je zuvor. Experten warnen: Deutschlands Auto-Industrie läuft Gefahr, die chinesischen Autohersteller zu unterschätzen, vor allem bei der E-Mobilität.

Ein Blick nach Ankara zeigt, dass der Staatspräsident fleißig an dem wirtschaftlichen Ast sägt, auf dem sein Land viele Jahre gesessen und gut verdient hat: Er enteignet und drangsaliert türkische Unternehmen, die es wagen, nicht mit ihm einer Meinung zu sein. Und europäischen Firmen klagen über systematisch erschwerte Import-Bedingungen.

Norwegens Staatsfonds, der größte Pensionsfond weltweit, hat  etwa 9.000 Unternehmen in 77 Staaten, an denen er beteiligt ist, einen Forderungskatalog geschickt. Die zentrale Botschaft - keine Steuertricks mehr! Werdet endlich ehrlich! Allerdings: Der Fonds selbst verwaltet und versteuert Immobilienbesitz über Steuer-Oasen wie Luxemburg oder den US-Bundesstaat Delaware. Das sorgt auch in Norwegen für einigen Spott.

Ein kleiner Geldbetrag jeden Monat und keinerlei Vorschriften, wofür man ihn ausgibt. Das ist das Prinzip des sogenannten bedingungslosen Grundeinkommens. Und das probiert die Organisation „Give Directly“ gerade in Kenia aus. Dort startet ein großangelegtes Pilotprojekt, um zu beweisen: Bargeld funktioniert! Und zwar ganz direkt zur Armutsbekämpfung und als Alternative zur Entwicklungshilfe, weil nur geringe Verwaltungskosten entstehen.

 

Redakteur am Mikrophon: Dirk Ulrich Kaufmann

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