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"Null Euro für Mazedonien"

11. März 2016

Schlagabtausch zwischen Skopje und Berlin: In einer exklusiven Stellungnahme für die DW hat die mazedonische Regierung ihre Kritik an Deutschland und der EU erneuert. Mazedonien bekomme kein Geld aus Brüssel.

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Griechenland Flüchtlinge an der Grenze zu Mazedonien bei Idomeni (Bild: Reuters/S. Nenov)
Bild: Reuters/S. Nenov

"Das EU-Hilfsbudget für die Republik Mazedonien beträgt null Euro", heißt es in einer Stellungnahme des Kabinetts von Mazedoniens Präsident Gjorge Ivanov gegenüber der Deutschen Welle. In dem Statement fordert Ivanov die Bundesregierung auf, "klar und genau" darüber Auskunft zu geben, "an wen, wann und zu welchem Zweck die von Berlin erwähnten EU-Gelder in Höhe von 52 Millionen Euro für Mazedonien gezahlt worden sind".

Mazedonien Präsident Ivanov
Mazedoniens Präsident IvanovBild: picture-alliance/AA/M. Sulooca

Mazedoniens Präsident widerspricht damit den jüngsten Äußerungen des deutschen Regierungssprechers Steffen Seibert. Dieser hatte die zuvor geäußerte Kritik aus Mazedonien zurückgewiesen und erklärt, die EU habe dem Land 52 Millionen Euro zur Bewältigung der Flüchtlingskrise zur Verfügung gestellt.

Laut Seibert unterstützt die EU außerdem die Reformanstrengungen in den Staaten des Westbalkans mit umfangreichen Programmen. Für Mazedonien seien dafür im Rahmen der Heranführungshilfen für EU-Beitrittskandidaten (IPA) zwischen 2014 und 2020 rund 664 Millionen Euro vorgesehen.

Ivanov hatte sich zuvor in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung über eine angebliche Benachteiligung Mazedoniens beschwert. Mazedonien sei der EU egal und habe "keinen Cent" bekommen, sagte er der Zeitung.

Gegenüber der DW bekräftigte Ivanov diese Auffassung erneut: "Wir erinnern daran, dass alle in die Flüchtlings- und Migrationskrise involvierten Länder besondere finanzielle Hilfen von der EU bekommen haben", heißt es in der Stellungnahme für die DW.

apo/mak (dw.com)