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Olympia is good for you

20. Oktober 2002

Der "Olympiaeffekt" funktioniert: Trotz Defizite in den Kassen hat jede der Olympia-Städte der letzten Jahre aus der sportlichen Großveranstaltung mehr oder minder viel Kapital schlagen können.

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Bild: AP

Am meisten freuen sich natürlich die Hoteliers. Die Luxusherbergen, die für Olympia gebaut werden, sind auch nach dem Ende der Spiele gefragte Anlaufpunkte für Touristen. Außerdem gibt es in einer ehemaligen Olympiastadt auf längere Sicht keinen Mangel an Übernachtungsmöglichkeiten mehr. Die Zahl der Hotelbetten wurde zum Beispiel in Barcelona wegen der Sommerspiele (1992) verdoppelt.

Komfortable Wohnungen

Selbstredend wirken sich die Spiele auch auf den Immobilienmarkt aus: Sobald die Sportler ihre Quartiere verlassen haben, stehen beispielsweise im Olympischen Dorf hunderte Wohnungen leer, die auf Nachnutzung warten.

Auch im Vorfeld der Spiele tut sich oft etwas. In Seoul (Sommerspiele 1988) und auch in Barcelona stiegen die Mieten erheblich, zumindest in einigen gefragten Gegenden. Dieser Effekt ist aber nicht zwingend: In Atlanta (Sommerspiele 1996) und Sydney war auf dem Immobilienmarkt von "Olympia-Stimmung" nichts zu spüren.

Gierige Kämmerer

Auch der städtische Finanzhaushalt profitiert von Olympia: Mit einer zusätzlichen Spritze aus dem Olympia-Topf lässt sich trefflich die Stadt sanieren. Beispiel Sydney: Ein sumpfiges Areal mit Fabrikruinen und einem Munitionsdepot wurde zum Olympia-Zentrum aufgemöbelt. Inzwischen ist das Gebiet zu einem der angesagtesten Stadtteile geworden – mit hervorragenden Sportanlagen, modernen Wohnungen und bester Infrastruktur. (arn)