1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Papst spricht Segen "Urbi et Orbi"

27. März 2016

Papst Franziskus hat in seinem traditionellen Oster-Segen besonders an die Opfer von Terror und Gewalt erinnert. Vor Tausenden Gläubigen appellierte er auch an die Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen.

https://p.dw.com/p/1IKTl
Italien Segen «Urbi et Orbi» von der Loggia des Petersdoms
Bild: Getty Images/AFP/A. Pizzoli

In seiner Ansprache von der Loggia des Petersdoms im Vatikan sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche, gerade am Osterfest verspüre man "Nähe zu den Opfern des Terrorismus, jener blinden und grausamen Form von Gewalt, die nicht aufhört, unschuldiges Blut in vielen Teilen der Erde zu vergießen". Zehntausende Gläubige auf dem Petersplatz und Millionen Menschen weltweit an Radio- und Fernsehgeräten verfolgten seine Predigt.

In dem traditionellen Segen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis") äußerte Franziskus seine Hoffnung auf Frieden in den unterschiedlichen Weltregionen. Der auferstandene Christus bringe Hoffnung für Syrien mit seiner "traurigen Prozession aus Zerstörung, Tod, Missachtung des humanitären Rechts und der Auflösung des zivilisierten Zusammenlebens."

Italien Vatikan Petersplatz Papst Franziskus Menschenmenge
Nach dem Segen fährt Papst Franziskus winkend durch die Menschenmenge auf dem PetersplatzBild: Reuters/A.Bianchi

Aufruf zu Anteilnahme

Mit Blick auf Flüchtlinge vor allem aus Syrien und dem Irak beklagte das Kirchenoberhaupt mangelnde Aufnahmebereitschaft in den Zielländern. Auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Armut und sozialer Ungerechtigkeit fänden allzu viele den Tod oder stießen auf Ablehnung bei denen, die ihnen helfen könnten.

Besonderes Augenmerk legte der Papst auf die Anteilnahme am Leiden der Opfer der jüngsten Terrorattentate in Belgien und in der Türkei, in Nigeria, Kamerun, im Tschad und in der Elfenbeinküste.

Franziskus rief darüber hinaus zu einer friedlichen Lösung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern auf. Geduldige Bereitschaft zu direkten und ehrlichen Verhandlungen könne die Grundlagen für einen dauerhaften Frieden schaffen, mahnte der 79-Jährige angesichts des stockenden Versöhnungsprozesses.

Ein Ende des Krieges forderte das Kirchenoberhaupt auch für die Ukraine. Dort müssten humanitäre Hilfen gefördert werden, darunter die Befreiung von Häftlingen.

"Guten Appetit"

Die Osterfeier im Vatikan fand in diesem Jahr angesichts der jüngsten Terroranschläge von Brüssel unter verstärkten Sicherheitsbedingungen statt. Die Feierlichkeiten verliefen jedoch ohne Zwischenfälle.

Nach dem traditionellen "Urbi et Orbi" schloss der Papst mit einem "Guten Appetit beim Ostermahl" und verabschiedete sich "bis zum Wiedersehen".

mak/pg (epd, dpa)