Peter Maffay erhält Buber-Rosenzweig-Medaille

Gerade weil Deutschland zu den wenigen Gesellschaften weltweit zähle, in denen Demokratie funktioniere, sollten die Menschen hier aktiv gegen Extremismus eintreten, sagte der Sänger in Recklinghausen.

Der Musiker Peter Maffay ist für seinen Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet worden. In seiner Laudatio nannte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet den Sänger einen "Botschafter der Völkerverständigung", der vor allem jüngere Menschen anzusprechen wisse.

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Maffay selbst hob auf der Preisverleihung die Bedeutung des demokratischen Gemeinwesens hervor. Der besondere Wert liege darin, dass man keine Angst zu haben brauche, seine Meinung frei zu äußern. Das sei nur in wenigen Gesellschaften der Welt möglich, sagte der Musiker. Gerade weil die Demokratie in Deutschland funktioniere, müssten die Menschen hier aktiv werden.

"Angst überwinden - Brücken bauen"

Mit der Ehrung wurde zugleich die bundesweite Woche der Brüderlichkeit eröffnet. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto "Angst überwinden - Brücken bauen".

Das Thema greife die aktuellen, oft diffusen Bedrohungen und Ängste in der Gesellschaft auf, erklärte der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Er veranstaltet die Woche der Brüderlichkeit seit 1952 jeweils im März.

Aktuell Deutschland | 08.03.2015

Die Buber-Rosenzweig-Medaille wird traditionell zum Auftakt verliehen. Mit der undotierten Auszeichnung ehrt der Koordinierungsrat seit 1968 Menschen, Institutionen oder Initiativen, die sich für die Verständigung zwischen Christen und Juden einsetzen. Die Medaille erinnert an die jüdischen Philosophen Martin Buber und Franz Rosenzweig. Zu den Preisträgern gehören etwa der frühere deutsche Außenminister Joschka Fischer, der Dirigent Daniel Barenboim oder der Schriftsteller György Konrád.

jj/hk (epd, kna)

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