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Shortlist für Preis der Nationalgalerie 2021

Torsten Landsberg
16. September 2021

Der Preis der Nationalgalerie würdigt Talente der internationalen Kunst. Die Auswahl der Nominierten zeigt eine große Vielfalt an Stilrichtungen und Themen.

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Die Nominierten für den Preis der Nationalgalerie 2021: Calla Henkel, Sandra Mujinga, Sung Tieu, Max Pitegoff, Lamin Fofana (v.l.n.r.)
Internationale junge Kunst: Calla Henkel, Sandra Mujinga, Sung Tieu, Max Pitegoff, Lamin Fofana (v.l.)Bild: Calla Henkel und Max Pitegoff

Seit dem Jahr 2000 vergeben die Staatlichen Museen zu Berlin den Preis der Nationalgalerie. Die zweijährlich ausgelobte Auszeichnung soll wichtige junge Positionen der internationalen Kunst würdigen und wird in diesem Jahr zum 11. Mal vergeben.

Neue Nationalgalerie saniert

Teilnahmeberechtigt waren Künstlerinnen und Künstler, die nicht älter als 40 Jahre sind und in Deutschland leben und arbeiten. Aus 77 eingereichten Vorschlägen hat eine Jury in diesem Jahr vier Nominierte ausgewählt und auf die Shortlist für den Preis der Nationalgalerie gesetzt, der am 7. Oktober vergeben wird.

Ihre Arbeiten sind ab dem 16. September 2021 im Hamburger Bahnhof in Berlin zu sehen. Die Nominierten verhandeln Themen von Bewegung und Migration, Zugehörigkeit und Entfremdung, Fremd- und Selbstwahrnehmung.

Ein Werk des Künstlers Lamin Fofana zeigt eine schwarze Plattenhülle und eine schwarze Platte auf rotem Hintergrund
"Black Metamorphosis" von Lamin FofanaBild: Lamin Fofana

Lamin Fofana

Der Künstler aus Sierra Leone produziert elektronische Musik und schafft mit ihr akustische Umgebungen, in die er historische Auseinandersetzungen einbezieht, etwa über Schriften des US-Dramatikers Amiri Baraka oder des Soziologen W. E. B. Du Bois. Die Fähigkeit des Zuhörens sieht er als Grundlage des Zusammenlebens.

Calla Henkel und Max Pitegoff

Das Künstlerduo stammt aus den USA und lebt schon seit Jahren in Berlin. In Neukölln betrieben Henkel und Pitegoff eine Bar, 2017 bespielten sie den Grünen Salon. In ihrer Arbeit behandeln sie den sozio-urbanen Wandel der Stadt, besonders mit den Mitteln der dokumentarischen Fotografie, die den schmalen Grat zwischen Entwicklung und Bewahrung festhält. 

Ein Werk der Künstlerin Sandra Mujinga zeigt eine verzerrte lilafarbene Fläche
"Scretched Days" der Künstlerin Sandra MujingaBild: Sandra Mujinga/Croy Nielsen/Vienna/The Approach/London

Sandra Mujinga

Die 1989 im Kongo geborene Sandra Mujinga greift in ihrer Arbeit auf Skulpturen, Performance und Musik zurück. Ihre Kunst beschäftigt sich mit Fragen der Identität, Raum interpretiert sie sowohl im Sinne eines Ausstellungsraums wie auch als allgemeine soziale Kategorie.

Sung Tieu

Sung Tieu | Künstlerin
Sung TieuBild: Diana Phammatter

Auch bei der deutsch-vietnamesischen Künstlerin Sung Tieu spielt der Raum in multimedialen Rauminstallationen eine zentrale Rolle. So bildete sie in einer Ausstellung Einwanderungsbehörden, Einwohnermeldestellen und Strafvollzugsanstalten nach, teils mit originalem Mobiliar. Klang setzt Sung Tieu als Instrument der Manipulation ein.

Seit 2013 ist der Preis der Nationalgalerie nicht mehr mit einem Geldbetrag dotiert. Die Auszeichnung besteht in einer Einzelausstellung im Hamburger Bahnhof in Berlin. Dort sind nun bis zum 27. Februar 2022 auch die Arbeiten aller Nominierten zu sehen.