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Rekordfläche in Kalifornien verwüstet

8. September 2020

Durch die Waldbrände in dem US-Bundesstaat ist bereits eine Rekordfläche von mehr als 8000 Quadratkilometern zerstört worden. Angesichts der großen Gefahr mussten zahlreiche Nationalforste für Besucher gesperrt werden.

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USA I Waldbrände in Kalifornien
Zerstört! Eine Fläche so groß wie halb Schleswig-HolsteinBild: picture-alliance/AP Photo/SCNG/The Orange County Register/C. Yamanaka

8000 Quadratkilometer - ein solches Ausmaß hätten die Feuer seit dem Jahr 1987 nicht mehr erreicht, sagte Lynne Tolmachoff, die Sprecherin der kalifornischen Behörde für Forstwesen und Brandschutz. "Das ist definitiv ein Rekord, und wir haben noch nicht einmal annähernd das Ende der Brand-Saison erreicht."

Mindestens sieben Menschen kamen durch die Waldbrände in dem US-Bundesstaat bisher ums Leben, rund 3800 Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Tausende Feuerwehrleute sind im Kampf gegen die Waldbrände im Einsatz.

USA I Waldbrände in Kalifornien
Flammeninferno: Dieses Foto entstand in der Nähe der Stadt YucaipaBild: picture-alliance/AP Photo/File/R. H.W. Chiu

Im Süden Kaliforniens wurden Bewohner angewiesen, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen und sich vor den herannahenden Flammen in Sicherheit zu bringen. Im Norden mussten mehr als 200 Menschen mit Militärhubschraubern ausgeflogen werden, nachdem ein in der Nähe der Stadt Fresno ausgebrochener Brand sich rasch ausbreitete.

Etliche Nationalforste wurden am Montagabend (Ortszeit) für Besucher gesperrt. Betroffen sind beliebte Touristenziele wie der für seine Mammutbäume bekannte Sequoia National Forest und das Gebiet um Mount Whitney, den höchsten Berg (4421 Meter) in den USA außerhalb Alaskas. Die Sperrung sei notwendig, um dem Ausbruch weiterer Feuer - durch Menschen verursacht - vorzubeugen, teilte die Forstbehörde mit.

Tausende Haushalte ohne Strom

In Teilen des Bundesstaates wurde derweil der Strom abgestellt. Ziel ist es nach Angaben des Energieversorgers PG&E, das Risiko von Flächenbränden durch unter Spannung stehende Stromleitungen zu verringern. Bis zum Mittwoch werden in Kalifornien starke Winde erwartet, die bei den aktuell sehr trockenen Bedingungen die Brandgefahr weiter erhöhen. Strommasten könnten umstürzen, Äste könnten Leitungen abreißen und dadurch Funken entstehen. Beschädigte Stromleitungen hatten in der Vergangenheit wiederholt Brände verursacht.

Außerdem rief PG&E die Menschen dazu auf, möglichst wenig Strom zu verbrauchen. Das extreme Wetter erhöhe grundsätzlich die Nachfrage im landesweiten Stromnetz. Bei großer Hitze laufen die Klimaanlagen in Kalifornien auf Hochtouren, was zu Strom-Engpässen führen kann.

wa/jj (afp, dpa)