1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Sebastian Kienle gewinnt Ironman

12. Oktober 2014

Sebastian Kienle ist seiner Favoriten-Rolle beim Triathlon-Klassiker auf Big Island gerecht geworden. Mit mehr als fünf Minuten Vorsprung erreichte er das Ziel. Auch Platz drei und sechs gingen an deutsche Athleten.

https://p.dw.com/p/1DTko
Sebastian Kienle mit seinem Rad beim Ironman auf Hawaii (Foto: dpa)
Bild: picture-alliance/dpa

Der 30-jährige Sebastian Kienle aus Mühlacker setzte sich nach 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern Radfahren und einem Marathon-Lauf (42,195 Kilometer) durch. Im Ziel auf dem Alii Drive in Kailua Kona hatte er mehr als fünf Minuten Vorsprung auf den US-Amerikaner Ben Hoffman. Dritter wurde bei seinem Hawaii-Debüt Olympiasieger Jan Frodeno aus Saarbrücken. Der Berliner Nils Frommhold, der ebenfalls erstmals an dem Klassiker teilnahm, belegte Rang sechs. Titelverteidiger Frederik van Lierde aus Belgien wurde Achter.

Überragende Leistung auf dem Rad

Grundlage für Kienles Erfolg war wieder einmal seine Leistung auf dem Rad. Nach etwa 140 Kilometern auf der Radstrecke übernahm er endgültig die Führung und gab sie auf der Laufstrecke nicht mehr ab. Bereits in seiner schwächsten Disziplin, dem Schwimmen, hatte der neue Weltmeister mit einem Rückstand von weniger als vier Minuten auf die Spitze überzeugt.

Kienle ist auf Hawaii in den beiden vergangenen Jahren bereits einmal Vierter und einmal Dritter geworden. Er ist erst der vierte deutsche Triathlet, der auf Big Island triumphierte. Vor ihm hatten Thomas Hellriegel (1997), Normann Stadler (2004 und 2006) sowie Faris Al-Sultan (2005) den WM-Titel geholt. Kienle ist der erste Triathlet, der in einem Jahr die Europa- und Weltmeisterschaft für sich entscheiden konnte. Im Juli gewann Kienle in Frankfurt die EM mit Streckenrekord.

Ironman auf Hawaii seit 1978

Der Ironman auf Hawaii gilt als eine der größten Herausforderungen, die der Sport bietet. Das Schwimmen gegen die Wellen im Pazifischen Ozean, Radfahren gegen unberechenbare Winde und Laufen bei glühender Hitze - der Ausdauer-Klassiker im "Paradies" treibt seine Teilnehmer an physische und psychische Grenzen. Und dennoch ist das Rennen auf Big Island - rund 3700 Kilometer von der Westküste der USA entfernt - für viele Triathleten das Ziel aller Träume.

Die Idee zum Ironman auf Hawaii entstand 1978, als ein Schwimm-Wettbewerb, ein Rad-Rennen und ein Marathonlauf in ein Rennen zusammengeführt wurden. Zunächst starteten auf der Insel Oahu nur etwas mehr als ein Dutzend Männer. Doch schnell wurde das Rennen bekannt, die Zahl der Teilnehmer stieg. Seit 1982 findet der Ironman Hawaii auf Big Island statt. Er ist mittlerweile zu einem Spektakel geworden, an dem neben den Profis noch mehr als 2000 Amateure in Altersklassen eingeteilt starten.

Erfolgreichste Triathleten bei den Männern sind Dave Scott und Mark Allen aus den USA mit jeweils sechs Siegen. Noch mehr Triumphe feierte Paula Newby-Fraser aus Simbabwe, die acht Mal gewann.

se/ab (dpa)