Sohn von Mexikos Drogenboss "El Chapo" entführt

Verteilungskämpfe in der mexikanischen Unterwelt könnten hinter der Entführung im Badeort Puerto Vallarta stecken. Fest steht inzwischen, dass ein Sohn des mächtigen Drogenbosses "El Chapo" unter den Verschleppten ist.

Ein bewaffnetes Kommando hatte in der Nacht zum Montag das Restaurant "La Leche" in Puerto Vallarta an der Pazifikküste gestürmt und sechs Menschen entführt. Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilte, ist Jesús Alfredo Guzmán Salazar unter ihnen. Er ist ein Sohn des inhaftierten Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzman. Die Ermittler gehen davon aus, dass das rivalisierende Drogenkartell Nueva Generación hinter dem Überfall steckt.

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Intensive Suche nach Opfern und Tätern

"El Chapo" ist der Chef des Sinaloa-Kartells. Er war nach einem spektakulären Gefängnisausbruch im Januar erneut festgenommen worden und wartet derzeit auf seine Auslieferung in die USA. Die Ermittler gehen davon aus, dass sein Sohn Iván nach der Festnahme einen Teil seiner Geschäfte übernommen hat.

An der Suche nach den Entführern und ihren Opfern beteiligen sich Soldaten, Marineinfanteristen und die Polizei. Sie errichteten Kontrollpunkte an den Zufahrtsstraßen zu Puerto Vallarta. Im benachbarten Bundesstaat Nayarit wurden die Kontrollen verstärkt, wie die Zeitung "El Universal" berichtete.

Drogenpolitik am Scheideweg | 13.04.2016

Puerto Vallarta im Bundesstaat Jalisco ist ein beliebtes Urlaubsziel von Mexikanern und Ausländern. In den 1960er Jahren war die Stadt beim internationalen Jetset angesagt.

fab/jj (dpa, afpe, rtre)

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