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Spahn kann Lockdown-Ende noch nicht sehen

30. Dezember 2020

Gesundheitsminister Jens Spahn hält eine Aufhebung aller Corona-Beschränkungen nach dem 10. Januar für unrealistisch. "Wir sind mit den Zahlen bei weitem noch nicht da, wo wir hin müssen", so der Minister.

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Deutschland Berlin Jens Spahn zur Coronaimpfung
Macht wenig Hoffnung auf ein Ende des Lockdowns am 10.1. - Gesundheitsminister Jens SpahnBild: Andreas Gora/Getty Images

In welchem Umfang die Beschränkungen fortgeführt werden müssten, werde Anfang Januar mit den Bundesländern entschieden", sagte Jens Spahn im deutschen Fernsehen. Es sei aber absehbar, dass die Zahlen bis dahin nicht so niedrig seien, "dass wir einfach in den Vorlockdown-Modus zurück können. Das sehe ich nicht", so der Minister.

Föderales Durcheinander

Zu den Problemen bei der Terminvergabe für die Corona-Impfung sagte Spahn, zu Beginn ließen sich Wartezeiten "leider nicht vermeiden". Er könne nur um Verständnis und Geduld bitten angesichts knapper Impfstoffe. Da jedes Bundesland ein anderes System bei der Terminvergabe habe, herrsche "etwas förderales Durcheinander". Das werde sich zu Beginn des nächsten Jahres einspielen.

Knapp ist es überall

Spahn trat zudem dem Eindruck entgegen, der Rest der Welt habe deutlich mehr Impfstoffdosen als Deutschland. "Wir beginnen alle unter den Bedingungen der Knappheit", erklärte er.

Auch mehrere Ministerpräsidenten der Länder haben bereits Zweifel an einem Ende des Lockdowns nach dem 10. Januar geäußert. Am 5. Januar wollen die Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber beraten, ob die Corona-Schutzmaßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden sollen. In Deutschland ist seit dem 16. Dezember ein verschärfter Lockdown in Kraft.

haz/ack (afp, dpa)