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Stichwort: Erdbebenstärken

27. Februar 2010

Bei der Messung von Erdbeben wird die Magnitude angegeben, also die Stärke der Bodenbewegung. Das stärkste bisher gemessene Erdbeben hatte eine Magnitude von 9,5.

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Computerbildschirm mit der Anzeige der Richterskala von 8,9 nach einem Erdbeben vor Sumatra (Foto: AP)
Sehr schweres Beben: 8,9 auf der RichterskalaBild: AP

Jeder Punkt bei der Magnitude bedeutet etwa eine Verzehnfachung der Bebenstärke. Ein Erdbeben der Magnitude 8,0 ist also zehnmal so stark wie eines der Magnitude 7,0.

Weltweit treten jährlich etwa 50.000 Beben der Stärke 3,0 bis 4,0 auf, 800 Erdstöße der Stärken 5,0 oder 6,0 und etwa ein Großbeben der Stärke 8,0. Das stärkste auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile.

Die Folgen von Beben

Erdbeben können je nach Dauer, Bodenbeschaffenheit und Bauweise ganz unterschiedliche Auswirkungen haben. Meist gilt:

  • Stärke 1,0 bis 2,0: nur durch Instrumente nachweisbar
  • Stärke 3,0: nur selten in der Nähe des Epizentrums zu spüren
  • Stärke 4,0 bis 5,0: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden
  • Stärke 5,0 bis 6,0: mittleres Beben mit leichten oder keinen Schäden
  • Stärke 6,0 bis 7,0: starkes Beben, Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen
  • Stärke 7,0 bis 8,0: großes Beben, Katastrophen mit Todesopfern
  • Stärke 8,0 bis 9,0: sehr großes Beben mit vielen Opfern und schweren Verwüstungen
  • Stärke 9,0 bis 10,0: extrem große Zerstörungen im Bereich von tausenden Kilometern
  • Stärke 10,0: globale Katastrophe, bislang nicht aufgetreten

Verschiedene Skalen

Ein Seismograph zeichnet ein Erdbeben auf (Foto: AP)
Seismographen zeichnen die Bodenschütterungen nachBild: AP

Anstelle der früher üblichen Richterskala werden mittlerweile mehrere Skalen parallel verwendet. Derzeit gilt die so genannte Momentmagnitude als bestes physikalisches Maß für die Stärke eines Bebens.

Die meisten Skalen ergeben zumindest bei schwächeren Beben ähnliche Werte wie die Richterskala, erlauben aber eine genauere Differenzierung bei schweren Beben. Die Richterskala ist nach dem amerikanischen Geophysiker Charles Francis Richter benannt, der sie 1935 speziell für Kalifornien ausgearbeitet hatte.

Autor: Nicole Scherschun (dpa)
Redaktion: Ursula Kissel