Strafzölle nicht "in Stein gemeißelt"

Im Handelskonflikt zwischen den USA und China keimt neue Hoffnung auf eine baldige Entspannung auf. Neue Interview-Aussagen des Wirtschaftsberaters von US-Präsident Trump dürften die Märkte aufhorchen lassen.

Larry Kudlow (Artikelbild) hält eine weitere Zuspitzung des Handelsstreits mit China für keine ausgemachte Sache. Zusätzliche Strafzölle gegen die Volksrepublik seien nicht "in Stein gemeißelt", sagte US-Präsident Donald Trumps Wirtschaftsberater dem Fernsehsender CNBC. Trump habe zudem deutlich gemacht, dass im Falle einer gütlichen Einigung mit der Führung in Peking eine Menge Zölle zurückgenommen werden könnten, so Kudlow weiter.

"Großartiger Deal" beim Gipfel?

Es wird erwartet, dass sich Trump mit Chinas Präsident Xi Jinping in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires beim G20-Gipfel treffen wird, der vom 30. November bis 1. Dezember stattfindet. Kudlows Worten zufolge könnte es zu einem "sehr guten Treffen" kommen. Auch Trump selbst hatte zuletzt in einem TV-Interview gesagt, er erwarte einen "großartigen Deal" mit China.

Hafen im chinesischen Shanghai: Hier stehen auch viele Container mit dem Ziel USA

Der US-Präsident hat bereits Importe aus China im Wert von 250 Milliarden Dollar mit Sonderzöllen belegt - etwa die Hälfte der chinesischen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten. Als Vergeltung hatte China Sonderzölle auf Einfuhren aus den USA im Wert von 110 Milliarden US-Dollar verhängt.

Wiederholt schon drohte Trump damit, sämtliche China-Importe mit Zöllen zu belegen. Er fordert von der Führung in Peking eine größere Marktöffnung, ein Ende staatlicher Subventionen und ein wirksames Vorgehen gegen Technologieklau. Der Handelsstreit hatte in den vergangenen Monaten die Börsen weltweit unter Druck gesetzt. 

Wirtschaft | 12.10.2018

wa/rb (rtr, dpa)