Gesichter des Brexit

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Good bye, Theresa

"Mayday, Mayday"

So titelte die schottische Zeitung "The Scotsman" in ihrer Sonderausgabe zur Parlamentswahl im April 2017. Die Wahl erwies sich für sie als Debakel: Die Parlamentsmehrheit ging verloren, sie führt seitdem eine Minderheitsregierung. Und: zwölf hochrangige Politiker haben inzwischen ihren Posten aufgegeben, darunter sechs Minister.

Good bye, Theresa

Nummer 1: Michael Fallon

Den Verteidigungsminister holte seine Vergangenheit ein: 2002 soll er bei einem Dinner einer Journalistin ans Knie gefasst haben. Fallon entschuldigte sich, beharrte aber darauf, dass viele der Vorwürfe "falsch" seien. Anfang November 2017 nahm er seinen Hut. Fallon galt als enger Verbündeter Mays.

Good bye, Theresa

Nummer 2: Priti Patel

Nur eine Woche später traf es die Entwicklungsministerin: Patel hatte sich zwölf Mal mit israelischen Politikern, darunter auch Regierungschef Benjamin Netanjahu, getroffen - und zwar ohne Wissen Theresa Mays. Patel entschuldigte sich zwar bei der Premierministerin. Doch an ihrem Rücktritt führte kein Weg vorbei.

Good bye, Theresa

Nummer 3: Damian Green

Der britische Vizepremier stolperte - wie Fallon - über Vorwürfe sexueller Belästigung. Zudem wurden auf einem seiner Dienstrechner tausende pornografische Bilder entdeckt. Zunächst stritt er die Vorwürfe ab, dann entschuldigte er sich - und reichte schließlich Ende Dezember den Rücktritt ein. Green galt als engster Verbündeter der Premierministerin im Kabinett.

Good bye, Theresa

Nummer 4: Amber Rudd

Anfang dieses Jahres kamen erschreckende Schicksale der sogenannten "Windrush"-Generation ans Licht: Einwanderer aus den früheren Karibik-Kolonien, die bis 1971 als britische Bürger galten, bekamen in den vergangenen Jahren plötzlich Abschiebungsbescheide. Rudd behauptete, davon nichts zu wissen. Sie verstrickte sich in immer neue Lügen - bis sie Ende April den Hut nehmen musste.

Good bye, Theresa

Nummer 5: David Davis

Es war nicht überraschend, dass der Brexit-Minister mit May aneinander geriet, als sie einen "weicheren" Kurs beim Ausstieg aus der Europäischen Union einschlug. Davis befürwortet einen "harten" Schnitt: Der "neue Trend" der Brexit-Politik mache es unwahrscheinlich, dass Großbritannien den Binnenmarkt und die Zollunion verlassen werde, begründete Davis am vergangenen Sonntag seinen Rücktritt.

Good bye, Theresa

Nummer 6: Boris Johnson

Wenige Stunden nach Davis nahm auch der Außenminister seinen Hut."Der Brexit-Traum stirbt, erstickt von unnötigen Selbstzweifeln", schrieb Johnson der Premierministerin in seinem Rücktrittsgesuch. Unter May steuere Großbritannien "auf den Status einer Kolonie" zu. Johnson war wichtigster Brexit-Wortführer im Kabinett.

Good bye, Theresa

May allein an Bord?

Die britische Premierministerin steuert ihr Land im Schlingerkurs auf den Brexit zu - hier treffend dargestellt auf einem Motivwagen für den Mainzer Rosenmontagsumzug 2017. Immer wieder kursieren Gerüchte, sie könne von Hardlinern ihrer Partei gestürzt werden. Bisher konnte sie die eigenen Reihen nach jedem Ministerrücktritt wieder schließen. Wie lange noch?

Road to Brexit

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