Tote und schwere Verwüstung nach Tornados in Alabama

Mit Geschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern sind mehrere Wirbelstürme über den Südosten der USA gezogen. Häuser wurden zerstört, Bäume entwurzelt. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben. Viele werden noch vermisst.

Bei einer Serie von Wirbelstürmen sind im Südosten der USA mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten befinden sich auch viele Kinder, wie der Sheriff von Lee County im Bundesstaat Alabama, Jay Jones, mitteilte. Hinzu kommen Schwerverletzte und viele Vermisste. 

Sheriff Jay Jones sagte, derzeit werde noch nach Vermissten gesucht. "Wir setzen die Suche fort, weil immer noch Menschen als vermisst gemeldet sind." Zur genauen Zahl machte er keine Angaben.

Neben Alabama seien auch Gebiete im benachbarten Georgia von den Tornados heimgesucht worden, die laut Nationalem Wetterdienst auf Windgeschwindigkeiten von bis zu 218 Kilometern pro Stunde kamen. Die Rede war von rund einem Dutzend Wirbelstürmen in beiden Bundesstaaten. Der Zivilschutz von Lee County hatte zwar eine Warnung vor gefährlichen Tornados erlassen und die Bewohner der Gegend zu äußerster Vorsicht angehalten. Doch anscheinend wurden trotzdem nicht ausreichend Vorkehrungen getroffen.

Das von der Zerstörung betroffene Gebiet sei ziemlich groß, sagte Sheriff Jones dem Sender CNN. Aufnahmen vom Ort des Geschehens zeigten abgedeckte Häuser, entwurzelte Bäume und gesperrte Straßen mit Rettungsfahrzeugen. Die Bergungskräfte sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. Das genaue Ausmaß der Zerstörung war zunächst unklar. Die Spur der Verwüstung sei rund 400 Meter breit und mehrere Kilometer lang, sagte Jones. 


Die Wetterstation von Birmingham in Alabama warnte die Bewohner vor einer kalten Nacht - in über 10.000 Häusern und Wohnungen im betroffenen Gebiet war der Strom ausgefallen. 

nob/kle (ap, afp, rtre)

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