Unbekannte bringen Businsassen um

Männer in Militäruniformen haben in Südwestpakistan mindestens 14 Menschen getötet. Die Täter stoppten einen Bus und erschossen fast alle Fahrgäste. Ermittler rätseln über das Motiv.

In der pakistanischen Unruheprovinz Baluchistan haben bewaffnete Männer nach Behördenangaben 14 Buspassagiere erschossen. Diese seien in der Nacht in der Provinz Baluchistan in einem Bus von der Großstadt Karatsch in die Hafenstadt Gwadar unterwegs gewesen, als Unbekannte in Militäruniform sie kurz nach Mitternacht überfallen hätten, sagte der Polizeichef der Provinz, Mohsinn Butt.

Konflikte | 12.04.2019

Nur zwei Passagiere hätten entkommen können, sagte ein Mitarbeiter eines Geheimdienstes, der namentlich nicht genannt werden wollte. Behördenvertreter erklärten, die getöteten Passagiere seien nahe der Stadt Ormara entdeckt worden. Die Toten seien an Händen und Füßen gefesselt gewesen.

Hochburg islamistischer Kämpfer

Über das Motiv der Angreifer gebe es noch keine Erkenntnisse, hieß es weiter. Unter den Opfern seien auch ein Marineoffizier sowie ein Mitglied der Küstenwache. 

Baluchistan grenzt an Afghanistan und den Iran. Es ist die ärmste und instabilste Provinz des Landes. Sie gilt als Hochburg islamistischer Aufständischer. Taliban sind dort aktiv, sunnitische Extremisten verüben Anschläge auf schiitische Muslime. Zudem attackieren Rebellen, die für eine Autonomie oder Unabhängigkeit der Provinz kämpfen, Sicherheitskräfte und auch chinesische Infrastrukturprojekte. China investiert im Rahmen des Seidenstraßen-Projekts im sogenannten Wirtschaftskorridor China-Pakistan 62 Milliarden Dollar in das Energie- und Verkehrswesen Pakistans. 

stu/se (dpa, afp)

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