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USA: IS-Miliz wird zur Gefahr

26. August 2014

Die IS-Terrormiliz wird nach Einschätzung von US-Generalstabschef Dempsey schon bald zu einer Bedrohung für die USA und Europa. Gezielte Luftschläge in Syrien gegen die Terroristen lehnt der Militärchef aber noch ab.

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IS-Dschihadisten in der syrischen Stadt ar-Raqqa (Foto: picture-alliance)
IS-Dschihadisten in der syrischen Stadt ar-RaqqaBild: picture alliance/AP Photo

Die USA prüfen nach Angaben der Streitkräfte verschiedene Optionen, um die sunnitische Miliz "Islamischer Staat" (IS) nach dem Irak nun auch in Syrien unter Druck zu setzen. Derzeit stellten die Extremisten eine "regionale Bedrohung" dar, erklärte Oberst Ed Thomas, der Sprecher von US-Generalstabschef Martin Dempsey. Doch man müsse schon bald damit rechnen, dass der IS auch eine Gefahr für die Vereinigten Staaten und Europa werde.

Notwendig sei eine "Koalition fähiger regionaler und europäischer Partner". Dempsey hatte bereits in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass der Kampf gegen die IS-Terroristen gemeinsame Anstrengungen mehrerer westlicher Länder und die Unterstützung arabischer Staaten erfordere.

Vorerst keine Luftangriffe in Syrien...

Militärschläge hält der US-Generalstabschef vorerst nicht für zweckdienlich. Es gebe derzeit keine Hinweise, dass die sunnitischen IS-Extremisten aktiv Terroranschläge auf amerikanischem Boden oder in Europa planten, erläuterte Dempsey zur Begründung.

Sollte diese Bedrohung bestehen, würde er der US-Regierung solche Schritte mit Sicherheit "nachdrücklich empfehlen", führte er an Bord eines Militärflugzeugs auf dem Weg nach Afghanistan weiter aus.

...aber Erkundungsflüge

Dessen ungeachtet bereitet das US-Verteidigungsministerium nach Informationen der Zeitung "Wall Street Journal" zur Planung möglicher Luftschläge Erkundungsflüge über Syrien vor. Dabei würden auch unbemannte Drohnen eingesetzt, schreibt das Blatt unter Berufung auf hochrangige Regierungsbeamte. Ziel sei es, mehr Informationen über die IS-Extremisten zu sammeln. Eine Genehmigung von der syrischen Regierung unter Machthaber Baschar al-Assad soll danach nicht eingeholt werden.

Im benachbarten Irak haben sich die USA in die Bekämpfung der Dschihadisten bereits eingeschaltet. Seit dem 8. August bombardiert die US-Luftwaffe Stellungen der Terroristen im Norden des Landes.

Die IS-Miliz kontrolliert im Norden und Westen des Iraks weite Gebiete. In Syrien beherrscht sie im Norden und Osten rund ein Drittel der Fläche des Landes. Kämpfer können mit ihrer militärischen Ausrüstung die Grenze ungehindert passieren.

se/sti (ape, afp, dpa, rtr)