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3000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet

25. Mai 2016

Die Flüchtlinge waren in seeuntauglichen Booten an der libyschen Küste gestartet. Ihr Ziel: die italienische Küste. Seit Montag griffen Helfer im Mittelmeer insgesamt 5600 Migranten auf.

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Eine Frau, die vor der libyschen Küste aus einem Boot gerettet wurde (Foto: Getty)
Bild: Getty Images/G.Bouys

An den jüngsten insgesamt 23 Rettungseinsätzen im Mittelmeer beteiligten sich Schiffe der italienischen Küstenwache, der Militäroperation EUNAVFOR MED und einer Hilfsorganisation, wie ein Sprecher in Rom bekannt gab. Damit kamen nach Zählungen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR seit Jahresbeginn fast 40.000 Menschen auf diesem Weg im Süden Italiens an.

1370 Flüchtlinge ertrunken

Laut einer Bilanz der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr bereits 1370 Flüchtlinge während der gefährlichen Überfahrt Richtung Europa im Mittelmeer ertrunken. Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass nach der Schließung der sogenannten Balkan-Route und dem Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei der Weg über das Meer zwischen Libyen und Italien inzwischen wieder die Hauptroute für Asylsuchende ist.

5600 Flüchtlinge wurden in den vergangenen zwei Tagen aus dem Mittelmeer gerettet (Foto: afp)
5600 Flüchtlinge wurden in den vergangenen zwei Tagen aus dem Mittelmeer gerettetBild: Getty Images/G.Bouys

Bis zu einer Million Flüchtlinge in Libyen

Derzeit halten sich im Bürgerkriegsland Libyen zwischen 700.000 und einer Million Flüchtlinge auf. Die Zahlen stützen sich auf Beobachtungen der IOM und auf Schätzungen der Botschaften in der Region.

Der IOM-Missionschef für Libyen, Othman Belbeisi, sagte der Deutschen Presse-Agentur in Tunis, vor allem Westafrikaner, Eritreer und Somalier kämen auf der Suche nach einem Job in das nordafrikanische Land. "Bevor sie ankommen, wissen viele nicht, wie schlimm die Lage in Libyen ist", erläuterte er weiter. Wenn sie genügend Geld zusammen hätten, versuchten viele von ihnen, über das Mittelmeer Richtung Europa zu gelangen.

se/jj (dpa, kna, rtr, afp)