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Politik

Wieder Raketenangriffe auf Bagdad

16. Februar 2020

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat sich in den letzten Tagen etwas beruhigt. Doch das könnte nicht von Dauer sein. Neue Attacken auf Ziele in Bagdad sind brandgefährlich.

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Irak Bagdad Proteste Sicherheitskräfte
Vor den jüngsten Angriffen: Sicherheitskräfte am Samstag in der irakischen Hauptstadt BagdadBild: picture-alliance/AP Photo/H. Mizban

Die irakische Hauptstadt Bagdad ist in der Nacht zum Sonntag von mehreren Explosionen erschüttert worden. Nach US-Militärangaben schlugen mehrere Raketen in der sogenannten Grünen Zone ein, in der sich das hoch gesicherte Regierungsviertel und zahlreiche ausländische Botschaften befinden. "Keine Opfer, Untersuchung dauert an", twitterte ein amerikanischer Militärsprecher. Ende Januar war das Gelände der amerikanischen Botschaft in der Grünen Zone von Raketen direkt getroffen worden. Dabei wurden drei Menschen verletzt.

Warnsirenen in der Nacht

In der Grünen Zone waren in der Nacht Warnsirenen zu hören. Reporter der französischen Nachrichtenagentur AFP berichteten zudem über möglicherweise mehrere Flugzeuge, die über dem Stadtteil kreisten.

In der Vergangenheit hatte die US-Regierung die pro-iranischen Hasched-al-Schaabi-Milizen für die Attacken in der Grünen Zone verantwortlich gemacht. Ein Bekenntnis der Milizen zu den Anschlägen gab es bislang jedoch nie. Eine radikale Gruppe, die Teil des al-Schaabi-Bündnisses ist, hatte nur wenige Stunden vor dem Angriff einen "Countdown" bis zum Vertreiben der US-Truppen aus dem Land angekündigt.

Mit Vergeltung gedroht

Die Lage in der Region war Ende Dezember eskaliert, als bei Raketenangriffen im Norden des Irak ein US-Bürger getötet wurde. Als Reaktion darauf flogen die USA zwei Tage später Luftangriffe auf pro-iranische Milizen und töteten mindestens 25 Kämpfer. Anfang Januar brachten die USA dann mit einem Drohnen-Angriff im Irak den iranischen General Kassem Soleimani und den irakischen Milizen-Anführer Abu Mehdi al-Muhandis gezielt um. Von iranischer Seite wurde daraufhin mit Vergeltung gedroht.

ml/kle (dpa, afp)