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Gesellschaft

Pandafieber in den Niederlanden

13. April 2017

Panda-Fahnen, Panda-Luftballons, Panda-Hashtags: Die Niederlande feiern die Ankunft der beiden chinesischen Riesenpandabären Wu Wen und Xing Ya. Sie sollen im Ouwehands Tierpark in Rhenen ein neues Zuhause finden.

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China Niederlande Riesenpanda Xing Ya und Wu Wen
Riesenpandas wie Xing Ya (links) und Wu Wen sind stark bedroht und kommen in freier Wildbahn nur noch in China vorBild: picture-alliance/Photoshot

Zum ersten Mal seit 30 Jahren bekommen niederländische Zoobesucher demnächst wieder ein Riesenpanda-Pärchen zu Gesicht. Entsprechend groß war die Begeisterung, als die Bärin Wu Wen und der Bär Xing Ya am Mittwochabend am Amsterdamer Flughafen Schiphol landeten. Von dort aus wurden die beiden seltenen Tiere als Leihgabe Chinas in den Ouwehands Tierpark in Rhenen gebracht.

Zehn Stunden zuvor waren sie in Chengdu in Zentralchina gestartet. In Amsterdam verfolgten mehr als hundert geladene Gäste und Journalisten ihre Ankunft auf einem Bildschirm. Anschließend wurden die Tiere aus dem Frachtraum einer Sondermaschine der niederländischen Fluggesellschaft KLM geladen und konnten dann unter strengen Sicherheitsvorkehrungen von Zuschauern bewundert werden.

China Niederlande Riesenpanda Xing Ya und Wu Wen
Am Flughafen in Amsterdam wurden die Pandas Zuschauern in Spezialkäfigen mit Plexiglasscheiben präsentiertBild: Getty Images/AFP/A. Belot

"Ich bin so froh, dass so viele Freunde gekommen sind, um meine beiden neuen Kollegen zu begrüßen", sagte der chinesische Botschafter Wu Ken. "Das ist ein riesiger Schritt in den bilateralen Beziehungen zwischen China und den Niederlanden."

Verhandlungen dauerten 16 Jahre

Wu Wen und Xing Ya wurden dem niederländischen Königspaar während eines Staatsbesuchs 2015 symbolisch von China geschenkt. Zuvor hatten die niederländische Regierung und der Ouwehands Tierpark in Rhenen, wo die Tiere bis 2032 bleiben sollen, 16 Jahre lang mit China über die Leihgabe verhandelt.

Schon vor der Ankunft der Bären hatte der Panda-Hype die Niederlande fest im Griff: Zeitungen räumten dem Thema ganze Seiten ein, auf Twitter gab es zahlreiche Einträge unter den Hashtags #Pandas und #pandakoorts ("Panda-Fieber") und in der Innenstadt von Rhenen wehten Fahnen mit Panda-Motiven.

 

Noch müssen sich die neugierigen Zoobesucher allerdings gedulden. Zunächst verbringen die Riesenpandas bis zu sechs Wochen in Quarantäne. Wenn es soweit ist, will der Zoo ein offizielles Eröffnungsdatum für das neue Pandagehege, das 3400 Quadratmeter große "Pandasia", ankündigen.

hk/uh (afp, dpa)