Zeitz MOCAA: Spektakuläres Museum für moderne afrikanische Kunst

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Kunst im Silo

Die Gesamtfläche des Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (MOCAA) erstreckt sich über 9500 Quadratmeter, wovon 6000 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind. 80 einzelne Galerien gibt es, die neben der Zeitz-Sammlung temporäre Sonderausstellungen zeigen werden. Der ehemalige Getreidesilo beherbergt 100 Ausstellungsräume, die ausschließlich Werke afrikanischer Künstler präsentieren.

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Das Atrium: Blitzvogel vor Siloröhren

Das 27 Meter hohe Atrium des Zeitz MOCAA wird durch die schräg angeschnittenen Siloröhren bestimmt, die an Orgelpfeifen erinnern und dem Raum etwas Kathedralenhaftes verleihen. Davor: "Iimpundulu Zonke Ziyandilenda", eine Installation des südafrikanischen Künstlers Nicholas Hlobo. Sie stellt den Blitzvogel dar, eine südafrikanische Sagenfigur, die mit Hexerei in Verbindung gebracht wird.

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Dauerhaft in der Schwebe

Der deutsche Unternehmer Jochen Zeitz steuert mit seiner Privatkollektion den Löwenanteil für die permanente Ausstellung bei. Hier zu sehen: "Emabutfo”, eine Installation aus Kuhhäuten, gefertigt von Nandipha Mntambo. Die aus Swaziland stammende Künstlerin lebt und arbeitet in Johannesburg. In ihren Werken setzt sie sich mit Themen wie Geschlechterrollen, Körper und Identität auseinander.

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Kunst als Waffe

“Divider” ist eine Installation der jungen südafrikanischen Künstlerin Lungiswa Gqunta. Sie besteht aus 130 Bierflaschen, die an Plastikschnüren aufgehängt sind. Die Künstlerin verwendet alltägliche Produkte, die, wenn man sie kombiniert, zu Waffen werden können.

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Fotografien von Cyrus Kabiru

Ein ganzer Ausstellungsraum im Zeitz MOCAA ist den Selbstportraits von Cyrus Kabiru gewidmet. Die Fotografien aus der “C-Stunners” betitelten Reihe zeigen den kenianischen Künstler mit von ihm kreierten Masken und Brillen. Sie bestehen aus Objekten, die er auf den Straßen Nairobis gefunden hat.

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Die ganze Bandbreite: Skulptur, Malerei, Installationen, Fotografie

Hier eine Detailaufnahme der Skulptur "Proposed Model for Tseko Simon Nkoli Memorial" des 1984 geborenen südafrikanischen Künstlers Athi-Patra Ruga. Ruga erforscht in seinen Werken den Grenzbereich zwischen zeitgenössischer Kunst, Mode und Performance. Im Hintergrund: Mehrere großflächige Malereien der Südafrikanerin Penny Siopis.

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Aus Alt mach Neu

Neben dem Museumsrestaurant steht eine unbenannte Metallskulptur des Südafrikaners Kyle Morland. Der junge Bildhauer arbeitet mit Aluminium und Stahl und recyclet Reste, um neue Werke zu schaffen.

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Skulpturengarten mit Ausblick

Auf der obersten Ebene des Zeitz MOCAA ist ein Skulpturengarten angelegt. Durch die nach außen gewölbten Facettenfenster bietet sich dem Besucher ein Blick auf die Kapstadter Innenstadt und den Tafelberg. Daneben die Siloröhren. Hier dürften sich bald mehr Menschen tummeln: Eine Jahreskarte kostet nur etwa 15 Euro, und an vielen Feiertagen ist der Eintritt frei.

In Kapstadt steht jetzt das größte Museum für moderne afrikanische Kunst auf dem Kontinent. Der umgebaute Getreidesilo aus den 1920er Jahren ist ein Kunstwerk für sich.