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Reise

DDR-Polizeigefängnis wird Gedenkort

1. Dezember 2017

Viele Touristen wollen die Berliner Mauer und andere Orte der einst geteilten Stadt sehen. Das berüchtigte DDR-Polizeigefängnis nahe dem Alexanderplatz kann bald dazugehören.

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Deutschland Berlin Ehemaliges DDR-Gefängnis in der Keibelstraße
Bild: picture-alliance/dpa/B. von Jutrczenka

Das Berliner Abgeordnetenhaus stimmte am Donnerstag (30.11.) einem Antrag zu, wonach das einzige weitgehend original erhaltene Gefängnis der DDR-Polizei in der Berliner Keibelstraße am Alexanderplatz schrittweise als Gedenkstätte und Lernort genutzt werden soll.

Bereits 2018 soll die erste der insgesamt sieben Etagen geöffnet werden. Für die bauliche Herrichtung der anderen Etagen des Hafttraktes sollen 2018 und 2019 Vorarbeiten geleistet und eine denkmalgerechte Sanierung geplant werden.

Das frühere zentrale Polizeipräsidium mit seinem Gefängnistrakt war zu DDR-Zeiten gefürchtet. Neben Kriminellen waren hier zahlreiche Oppositionelle, Kritiker, Fluchtwillige und Teilnehmer verbotener Protestkundgebungen inhaftiert. Unter anderem sollen über 600 Häftlinge aus dem Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen während ihrer Haftzeit im Gefängnis in der Keibelstraße verhört und gefangen gehalten worden sein.

Das ehemalige Gefängnis steht seit rund zwanzig Jahren leer, war aber normalerweise für die Öffentlichkeit gesperrt. Um seine Öffnung als Gedenkstätte war jahrelang gerungen worden.

fm/ch (epd, dpa)