1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Das Haus der Manns

Im "Buddenbrookhaus" in Lübeck verbrachte der Schriftsteller Thomas Mann seine Jugend. Aus dem Haus wurde eine Ausstellungs- und Gedenkstätte zu Ehren der Brüder Mann. Sie feiert im Jahr 2003 zehnjähriges Jubiläum.

https://p.dw.com/p/3ScI
Zehn Jahre Museum: das BuddenbrookhausBild: AP

Mit vier Ausstellungen begeht das "Buddenbrookhaus" sein zehnjähriges Bestehen: Den Anfang macht die Schau "Sich fügen heißt lügen" über den Schriftsteller und Anarchisten Erich Mühsam, die am 6. April 2003 eröffnet wurde. Am 6. Mai soll mit einem "Hausfest" der Geburtstag des "Buddenbrookhauses" gefeiert werden. Das Museum war am 6. Mai 1993 vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zu Ehren der Brüder Thomas und Heinrich Mann eröffnet worden.

Leben und Werk der Familie

BdT: Thomas Mann
Thomas Mann, 1942Bild: AP

Nur sieben Jahre später wurde das Haus umgebaut und das Ausstellungskonzept neu gestaltet. Seit der Wiedereröffnung im Juni 2001 beherbergt das ehemalige Wohnhaus der Familie Mann in der Mengstraße, dem Thomas Mann in seinem Roman "Buddenbrooks" ein literarisches Denkmal gesetzt hat, zwei Dauerausstellungen. Die eine beleuchtet Leben und Werk der gesamten Familie Mann, die andere befasst sich mit dem Roman "Buddenbrooks", für den Thomas Mann 1929 den Literaturnobelpreis erhalten hat.

Begehbarer Roman

Seit dem Umbau ist die Zahl der Besucher nach Angaben der Kulturstiftung Lübeck von 40.000 auf 60.000 Menschen pro Jahr angestiegen. Für das Konzept des "Begehbaren Romans", der wesentliche Handlungsteile aus den "Buddenbrooks" an Originalschauplätzen erlebbar macht, hat das Haus den Europäischen Museumspreis erhalten.

Buddenbrookhaus in Lübeck Innenaufnahme
Blick in das Landschaftszimmer im Buddenbrookhaus in LübeckBild: AP

Vom 23. Juni bis zum 10. August zeigt Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki erstmals seine Bildersammlung berühmter Schriftsteller. Sie umfasst Porträts von Shakespeare, Lessing, Goethe, Heine und der Familie Mann, gezeichnet wurden sie von Künstlern wie Max Liebermann, Horst Janssen oder Otto Dix. In der zweiten Jahreshälfte sind die Ausstellungen "100 Jahre Tonio Kröger - Thomas Manns Meisternovelle" (17. August - 12. Oktober) und "MannOMann - Die Familie Mann im Spiegel der Karikatur" (19. Oktober bis 31. Dezember) geplant.