Kolumbien: Schritt zur Versöhnung

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Territorio de Paz – Die Fahne, die Granada zum Friedensterritorium erklärt

Mit einer Messe und der Unterzeichnung des Dokuments „Nie Wieder!“, begingen Bürger von Granada und Vertreter der ehem. FARC-Guerrilla einen Akt der Versöhnung. Felix Muñoz, ehem. FARC-Kommandant, bat vor Opfern des Konflikts um Verzeihung. Die Fahne, die Granada zum Friedensterritorium erklärt, wurde 2000 zum ersten Mal durch das Dorf getragen: Eine Autobombe der FARC hatte 23 Menschen getötet.

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Schwierige Zeit der Versöhnung

Für manche Angehörigen von Opfern ist die Zeit der Versöhnung noch nicht gekommen. Viele können es nicht akzeptieren, dass ehemalige Guerilla-Kommandeure künftig als Abgeordnete und Senatoren im Parlament sitzen werden.

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Verbleib weiterhin ungeklärt

Mehr als 1.300 Tote, 240 gewaltsam Verschwundene, 11.500 Vertriebene. Das ist die grausame Statistik des bewaffneten Konflikts in der ländlichen Gemeinde Granada. Bis heute ist der Verbleib vieler Opfer ungeklärt.

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Pastor Alape

Pastor Alape in der Kirche von Granada. Das ehemalige Mitglied des Sekretariats der FARC sitzt nun im Direktorium der neugegründeten Partei der demobilisierten Guerilla.

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Zeichen der Versöhnung

Jaime Montoya, Mitglied des örtlichen Opferverbandes umarmt den ehemaligen Guerilla-Kommandanten Pastor Alape.

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Täter und Opfer im Gespräch

Manche haben ein Leben lang darauf gewartet, die Wahrheit zu erfahren. Die FARC haben sich im Friedensabkommen dazu verpflichtet, zur Aufklärung der Vergangenheit beizutragen. Im kommenden Jahr soll eine Wahrheitskommission die Arbeit aufnehmen.

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Der lokale Fernsehsender überträgt live aus der Kirche

Die großen regionalen und nationalen Medien zeigen nur wenig Interesse. Elizabeth Otálvaro beobachtet die Veranstaltung für den Blog „Hacemos Memoria“, ein Projekt, das von der DW Akademie unterstützt wird.

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DW Akademie vor Ort

Dubian Giraldo, Leiter des lokalen Community Radiosenders berichtet live in den sozialen Medien. Drei Jahre lang hat die DW Akademie gemeinsam mit der Universidad de Antioquia den Sender dabei unterstützt, den Konflikt journalistisch aufzuarbeiten.

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Nunca más – Nie Wieder!

Mit diesem Versprechen geht die Versöhnungsfeier in Granada zu Ende. Und es gibt einen neuen Hoffnungsschimmer für die Angehörigen von Verschwundenen. Die FARC sagt, sie wolle alles tun, um die Fälle, die sie zu verantworten habe, aufzuklären.

In Kolumbien begingen Bürger von Granada und Vertreter der ehemaligen FARC-Guerilla in Kolumbien einen Akt der Versöhnung. Seit drei Jahren begleitet die DW Akademie die journalistische Aufarbeitung des Konflikts.